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Der TSV Havelse darf sich über eine unverhoffte zweite Chance in der 3. Liga freuen und bereitet sich intensiv auf die neue Saison vor, nachdem der sportlich eigentlich schon feststehende Abstieg doch noch abgewendet werden konnte. Dies bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Abschluss des Zulassungsverfahrens für die Spielzeit 2026/2027. Der Verbleib im Profifußball für die Niedersachsen ist das Resultat des Lizenzentzugs für den TSV 1860 München.
Die Münchner Löwen hatten sich zwar sportlich für die 3. Liga qualifiziert und die Saison 2025/2026 auf Rang acht beendet, konnten jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen nicht erfüllen. Dem Vernehmen nach fehlten 2,7 Millionen Euro zur Deckung der Finanzlücke, was zur Verweigerung der Lizenz führte und den Verein zum Abstieg in die Regionalliga Bayern zwingt. Gemäß § 55a der DFB-Spielordnung rückt der TSV Havelse als bestplatzierter sportlicher Absteiger der abgelaufenen Saison nach. Die Havelser hatten die Spielzeit 2025/2026 auf dem 17. Tabellenplatz beendet und alle geforderten Zulassungskriterien im wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Bereich erfüllt.
Für den TSV Havelse, der damit bereits seine dritte Drittliga-Saison innerhalb der vergangenen sechs Jahre bestreiten wird, ist dies ein bemerkenswerter Erfolg, wie Sportdirektor und Geschäftsführer Florian Riedel betonte. Die Freude über den Klassenerhalt sei groß, jedoch stünden dem Verein nun auch erhebliche Herausforderungen bevor. Planungen, die ursprünglich auf ein Szenario in der Regionalliga ausgerichtet waren, müssen unter hohem Zeitdruck komplett neu aufgestellt und angepasst werden. Auch die U23 des FC St. Pauli profitiert indirekt vom Havelser Verbleib und kann nun als bestplatzierter sportlicher Absteiger der Regionalliga Nord dort verbleiben.
Auf Führungsebene setzt der TSV Havelse auf Kontinuität und schafft gleichzeitig neue Strukturen. Daniel Wolter bleibt der geschäftsführende erste Vorsitzende und trägt weiterhin die wirtschaftliche und strategische Gesamtverantwortung für den Klub. Eine wichtige Personalie ist zudem Cheftrainer Samir Ferchichi, der dem Verein trotz Angeboten aus dem Profifußball erhalten bleibt und künftig auch die sportliche Leitung verantworten wird. Der Verein sieht in dieser Doppelfunktion ein klares Signal für den eingeschlagenen Weg und das Vertrauen in Ferchichis prägende Arbeit der letzten Jahre.
Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit bereits auf Hochtouren. Der Kader für die Saison 2026/2027 wird intensiv zusammengestellt. So wurden bereits mehrere Neuzugänge, darunter Finn Kiszka und Alexander Guiddir, verpflichtet, wodurch die Anzahl der externen Verstärkungen auf neun ansteigt. Auch bewährte Kräfte wie Tom Opitz, Leon Sommer und Timo Friedrich bleiben an Bord, ergänzt durch vier Talente aus der eigenen U19. Die Mannschaft bereitet sich nun auf den Saisonstart der 3. Liga vor, der für Freitag, den 7. August, terminiert ist.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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