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Sondierungen zur Regierungsbildung in Mecklenburg-Vorpommern starten

today22. September 2026 1

Hintergrund
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Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Sonntag, dem 20. September 2026, nehmen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke die Sondierungen zur Bildung einer gemeinsamen Koalition auf. Der Landesvorstand der SPD Mecklenburg-Vorpommern hat einstimmig beschlossen, Gespräche mit den beiden Parteien zu führen, um eine stabile Regierung zu formen. Dies ist notwendig, da das bisherige Bündnis aus SPD und Linke keine parlamentarische Mehrheit mehr besitzt und eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD) von der SPD kategorisch ausgeschlossen wird.

Die Landtagswahl verzeichnete eine hohe Wahlbeteiligung von 78,1 Prozent. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ging die AfD mit 38,2 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft hervor und errang 32 Sitze im Landtag. Die SPD folgte mit 35,5 Prozent und 29 Sitzen. Die Linke erzielte 6,5 Prozent (5 Sitze) und Bündnis 90/Die Grünen 5,7 Prozent (ebenfalls 5 Sitze). Eine historische Niederlage erlitt die CDU, die mit 4,9 Prozent der Stimmen erstmals den Einzug in ein Landesparlament der Bundesrepublik verpasste und damit die Fünf-Prozent-Hürde nicht überwinden konnte. Auch die FDP scheiterte mit 1,0 Prozent.

Die angestrebte Koalition aus SPD, Linken und Grünen würde im 71 Sitze umfassenden Landtag über insgesamt 39 Mandate verfügen (SPD 29, Linke 5, Grüne 5), was eine komfortable Mehrheit von über 36 benötigten Sitzen darstellen würde. Für die SPD werden die Sondierungsgespräche von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Innenminister Christian Pegel und Generalsekretär Julian Barlen geleitet. Auch Die Linke hat durch ihren Landesgeschäftsführer Salim Hemeed ihre Offenheit für diese Gespräche signalisiert und erwartet deren Beginn in der kommenden Woche. Allerdings stellte der Grünen-Ko-Vorsitzende Banaszak bereits eine klare Forderung nach einem Bekenntnis gegen Antisemitismus an Die Linke, noch bevor mögliche Koalitionsverhandlungen beginnen.

Die AfD konnte zwar die Wahl gewinnen, jedoch gelten ihre Aussichten auf eine Regierungsbildung als äußerst gering, da andere Parteien eine Zusammenarbeit ablehnen. Ihr Spitzenkandidat Leif-Erik Holm verpasste zudem ein Direktmandat und wird voraussichtlich weiterhin dem Bundestag angehören. Bei der CDU, deren Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde als „Desaster“ bewertet wird, hat Landeschef Daniel Peters bereits seinen Rücktritt erklärt. Bis zu einem Landesparteitag im kommenden Jahr soll der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Philipp Amthor, kommissarisch den Vorsitz der Landes-CDU übernehmen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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