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Die Hamburgische Staatsoper hat mit Beginn der Spielzeit 2025/26 ein innovatives Programmformat namens „Framing the Repertoire“ eingeführt, um ihrem Publikum eine intensivere Einordnung des klassischen Opernrepertoires zu ermöglichen. Dieses neue Format, welches das Verständnis für bedeutende Werke, darunter insbesondere die von Richard Wagner, vertiefen und zum Dialog anregen soll, wird mit Unterstützung der Rudolf Augstein Stiftung, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und des KMM – Instituts für Kultur- und Medienmanagement Hamburg realisiert.
Ein zentrales Element von „Framing the Repertoire“ sind die sogenannten Framing Guides: Junge Studierende aus den Bereichen Musiktheater, Kultur- und Medienmanagement oder Kunstgeschichte stehen dem Publikum in den Foyers der Hamburger Staatsoper vor, während und nach den Vorstellungen als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie sind an speziell gekennzeichneten Oberteilen erkennbar und vermitteln persönliche Einführungen sowie spannende Hintergründe zu den Inszenierungen, wobei sie auch für Fragen, Anregungen und Feedback offen sind. Ergänzend dazu wurde im September 2025 die Framing Hall im zweiten Rang des Vorderhauses eröffnet, ein neuer Ort des Austauschs, Lesens und Zuhörens, der auch eine kuratierte Bibliothek mit vertiefenden Materialien zu den jeweiligen Produktionen beherbergt.
Das Programm geht über traditionelle Einführungsvorträge hinaus und bietet vielfältige Begleitangebote wie Vorträge, Gespräche, Workshops und künstlerische Interventionen, die oft bei der letzten Vorstellung einer Serie stattfinden und aktuelle sowie zeitgeschichtliche Kontexte der Opern beleuchten. Ziel ist es, problematische Inhalte älterer Werke kritisch zu reflektieren, ohne sie zu verwerfen, und stattdessen eine Neubetrachtung zu ermöglichen. So wird beispielsweise Wagners „Die Walküre“, eine Inszenierung von Claus Guth aus dem Jahr 2008, im Rahmen von „Framing“ durch ein Gespräch mit dem Regisseur selbst am 3. Oktober 2026 beleuchtet, ebenso wie Peter Konwitschnys 1998 entstandene „Lohengrin“-Inszenierung, die präfaschistische Tendenzen und die Sehnsucht nach einer Erlösergestalt analysiert.
Die Chefdramaturgin Dr. Laura Schmidt und ihr Stellvertreter Christopher Warmuth, maßgeblich an der Gestaltung des Formats beteiligt, sehen jede Wiederaufnahme als „demokratischen Moment“, in dem Werk, Inszenierung und Rezeption in ein produktives Verhältnis treten. Das Repertoire wird als „kulturelles Gedächtnis“ verstanden, das es ermöglicht, im Heute über ein Gestern für ein Morgen nachzudenken. Dieses Engagement für eine tiefere Auseinandersetzung mit der Kunstform Oper trägt dazu bei, das kulturelle Angebot in Hamburg lebendig und relevant zu halten, eine Mission, die auch wir von RADIO REEPERBAHN Hamburg gerne unterstützen und begleiten.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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