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Bundesweiter Warntag: Hamburg testet morgen Sirenen und Warn-Apps

today9. September 2026

Hintergrund
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Am morgigen Donnerstag, dem 10. September 2026, findet bundesweit der jährliche Warntag statt, an dem auch Hamburg umfassend teilnehmen wird. Dieser Aktionstag, eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, dient dazu, die Bevölkerung auf den Ernstfall vorzubereiten und die Funktionsfähigkeit der vielfältigen Warnsysteme in Deutschland zu testen. Dabei werden Sirenen, Handy-Warnungen und Rundfunkdurchsagen erprobt, um sicherzustellen, dass im Not- und Krisenfall alle Bürgerinnen und Bürger schnell und zuverlässig erreicht werden können.

Die Probewarnung wird um 11:00 Uhr zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöst. Zu den dabei getesteten Warnkanälen gehören neben Radio und Fernsehen auch Warn-Apps wie NINA, KATWARN und Biwapp sowie digitale Stadtinformationstafeln und Fahrgastinformationssysteme an Bahnhöfen. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch das erst im Februar 2023 eingeführte Cell Broadcast, ein Mobilfunkdienst, der Warnnachrichten direkt auf empfangsbereite Mobiltelefone sendet, ohne dass dafür eine spezielle App installiert sein muss. Erstmals in diesem Jahr wird gegen 11:45 Uhr auch eine Entwarnung über Cell Broadcast erfolgen, was eine wichtige Neuerung im Warnsystem darstellt.

In Hamburg startet der Probealarm bereits um 10:45 Uhr mit einer Testmeldung, die über Warn-Apps und die rund 1.700 digitalen Stadtinformationsanlagen verschickt wird. Diese Vorabinformation dient auch dazu, über den Beginn der Sturmflutsaison zu informieren. Ab 11:00 Uhr werden dann die mehr als 200 Sirenen im gesamten Hamburger Stadtgebiet ausgelöst, um die Bevölkerung mit dem einminütigen auf- und abschwellenden Warnton vertraut zu machen, gefolgt von einem einminütigen Dauerton zur Entwarnung um 11:45 Uhr. Das traditionelle Böllerschießen im Hamburger Hafen wird künftig nicht mehr als Warnmittel genutzt; stattdessen setzt die Hansestadt auf einen zeitgemäßen Mix aus digitalen und akustischen Warnkanälen.

Der Bundesweite Warntag verfolgt zwei Hauptziele: Erstens soll die technische Warninfrastruktur einem Stresstest unterzogen und die Abläufe im Falle einer Warnung erprobt werden. Zweitens soll die Bevölkerung für das Thema Warnung insgesamt sowie für die verschiedenen Warnkanäle und mögliche Verhaltensweisen im Ernstfall sensibilisiert werden. Die Erfahrungen der vergangenen Warntage haben gezeigt, dass die Systeme immer besser funktionieren. So wurden beim Warntag 2025 laut BBK über 97 Prozent der Befragten über mindestens eines der eingesetzten Warnmittel erreicht, allein 73 Prozent über Cell Broadcast.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Erfahrungen mit dem Probealarm zu teilen. Das BBK wird ab 11 Uhr des Warntags eine Online-Umfrage freischalten, um Rückmeldungen zum Erfolg der Warnungen zu sammeln und mögliche Schwachstellen im System identifizieren und beheben zu können. Es wird empfohlen, die Warn-App NINA zu installieren und die Einstellungen des Mobiltelefons zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Warnungen, auch über Cell Broadcast, empfangen werden können. Ziel ist es, das Bewusstsein für persönliche Krisenvorsorge zu stärken und die Menschen für Gefahrenlagen wie Naturkatastrophen, Großbrände oder andere Krisenfälle optimal vorzubereiten.

Symbolbild – Foto: Hakan Kayahan / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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