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US-Präsident Donald Trump fordert von europäischen Staaten die Rückzahlung von US-Militärhilfen, die sein Vorgänger Joe Biden der Ukraine und der NATO zugesagt hatte. Es gehe dabei um „Hunderte Milliarden Dollar“, die Europa nach Trumps Ansicht selbst hätte tragen müssen. Diese Forderung äußerte Trump am 3. September 2026 und machte deutlich, dass er das Geld nun, wenn auch „etwas verspätet“, einfordern werde.
Die aktuellen Forderungen Trumps stehen im Kontext einer seit sechs Monaten andauernden US-Militäroperation im Iran. Der US-Präsident kritisierte Medienberichte über angeblich stark dezimierte US-Munitionsbestände und betonte, die Vereinigten Staaten würden die Produktion und Lagerung von Munition hochfahren, um die eigenen Bestände zu priorisieren, bevor Verkäufe an Verbündete wieder aufgenommen würden.
Unter der Biden-Regierung belief sich die militärische Unterstützung der USA für die Ukraine auf rund 131 Milliarden US-Dollar, wobei der Großteil dieser Hilfen im Jahr 2022 ausgezahlt wurde. Eine andere Schätzung beziffert die direkte US-Hilfe für die Ukraine auf etwa 127 Milliarden US-Dollar. Seit dem Beginn des Krieges im Jahr 2022 bis Ende 2025 beliefen sich die von den Vereinigten Staaten zugesagten Hilfen laut Kiel Institut für Weltwirtschaft auf umgerechnet knapp 119 Milliarden Euro.
Die europäischen Staaten haben ihrerseits erhebliche Beiträge zur Unterstützung der Ukraine geleistet. Bis 2025 stellten europäische Länder nach Angaben des Atlantic Council gemeinsam über 227 Milliarden US-Dollar an Gesamthilfen für die Ukraine bereit und übertrafen damit die US-Beiträge. Bis zum 16. Juni 2026 haben die EU und ihre Mitgliedstaaten der Ukraine über 226 Milliarden US-Dollar an finanzieller, militärischer, humanitärer Hilfe und Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Zudem wurde 2025 die Initiative „Prioritized Ukraine Requirements List“ (PURL) von den USA und der NATO ins Leben gerufen, im Rahmen derer europäische Länder für die Lieferung von US-Waffen an die Ukraine bezahlen.
Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben bis zum 30. Juli 2026 militärische und verteidigungsbezogene Unterstützung in Höhe von 88,7 Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt, davon 77 Milliarden Euro als Militärhilfe durch die Europäische Friedensfazilität und bilaterale Beiträge sowie 8,4 Milliarden Euro aus einem Unterstützungsdarlehen. Allein im Mai und Juni 2026 belief sich die europäische Unterstützung auf rund 11 Milliarden Euro, wovon 4,3 Milliarden Euro auf militärische Hilfe entfielen. Die EU hat außerdem ein Darlehen von 90 Milliarden Euro zur Unterstützung der Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 bereitgestellt.
Europäische Staats- und Regierungschefs haben auf Trumps Haltung reagiert, indem sie ihre eigenen Anstrengungen zur Stärkung der europäischen Sicherheit und zur Unterstützung der Ukraine intensivieren. Bereits im März 2025 diskutierten sie die Bildung einer „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine. Deutsche Vertreter wie Kanzler Friedrich Merz führten Gespräche mit Trump über die Ukraine-Pläne. Trotz der Forderungen aus Washington betonen europäische Politiker die Notwendigkeit, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten und die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Symbolbild – Foto: Werner Pfennig / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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