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England im WM-Halbfinale – Ball am Kabel sorgt für Diskussionen!

today12. Juli 2026 5

Hintergrund
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England hat sich in einem hart umkämpften Viertelfinalspiel gegen Norwegen bei der FIFA WM 2026 den Einzug ins Halbfinale gesichert. Jude Bellingham war erneut der entscheidende Mann und erzielte den 1:1-Ausgleichstreffer. Dieser Treffer sorgt jedoch für Wirbel, da Kameraaufnahmen nahelegen, dass der Ball zuvor ein TV-Kabel berührt haben könnte. Die FIFA wiegelt die Diskussionen ab, während bei den unterlegenen Norwegern Stolz und Schmerz unermesslich sind.

Die umstrittene Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Bellingham den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Zuvor hatte Norwegens Torhüter Ørjan Nyland den Ball abgestoßen. TV-Bilder legten nahe, dass das Spielgerät dabei ein Kabel der schwebenden Sky-Cam touchierte und dadurch seine Flugbahn veränderte, bevor es bei Englands Elliot Anderson landete. Dieser leitete den Angriff ein, der zu Bellinghams Tor führte. Die norwegischen Spieler und Trainer Ståle Solbakken protestierten umgehend bei Schiedsrichter Clément Turpin, da sie sich durch die vermeintliche Berührung benachteiligt sahen.

Der Fußball-Weltverband FIFA reagierte noch während des Spiels auf die Vorwürfe und verwies auf seine Technologie. Die FIFA erklärte, dass der Sensor im „Connected Ball“ keinen Ausschlag oder „Herzschlag des Balls“ gezeigt habe und somit kein Beweis für eine Berührung des Kabels und eine Veränderung der Ballbewegung vorliege. Diese Balltechnologie war zuvor bereits bei einem aberkannten kroatischen Treffer im Sechzehntelfinale zum Einsatz gekommen. Norwegens Trainer Solbakken äußerte sich nach dem Spiel, dass der Schiedsrichter die Szene nicht wahrgenommen und keine Informationen erhalten habe, merkte aber an, dass der Ball direkt vor ihrer Bank herunterfiel.

Nach Ansicht des ehemaligen FIFA-Schiedsrichters Mark Clattenburg hätte der Video-Assistent (VAR) in dieser Situation eingreifen und die Szene überprüfen müssen. Laut den Fußballregeln müsse das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt werden, wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört. Schiedsrichter Turpin hatte die mögliche Kabelberührung offenbar nicht bemerkt. Trotz der Diskussionen und des Unmuts der Norweger wurde Bellinghams Ausgleichstreffer anerkannt.

England setzte sich letztendlich mit 2:1 nach Verlängerung durch, wobei Jude Bellingham in der 93. Minute den Siegtreffer erzielte und sein Team damit ins Halbfinale schoss. Dort treffen die Three Lions auf den Sieger der Partie zwischen Titelverteidiger Argentinien und der Schweiz. Für Norwegen endete damit ein leidenschaftlicher WM-Weg, der trotz des bitteren Viertelfinal-Aus viel Anerkennung fand.

Symbolbild – Foto: Tembela Bohle / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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