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Der letzte Tag des Fußball-Transferfensters hat in Hamburg und Bremen für sehr unterschiedliche Dynamiken gesorgt. Während der Hamburger SV am sogenannten Deadline Day noch einmal kräftig investierte, zeigte sich der SV Werder Bremen trotz personeller Engpässe überraschend zurückhaltend. Auch der Wechsel von Nationalspieler Nick Woltemade nach Italien prägte die letzten Stunden des Transfermarktes.
Der Hamburger SV nutzte den Deadline Day, um seinen Kader namhaft zu verstärken. Die Rothosen sicherten sich die Dienste von Fabio Vieira, der nach einer Leihe nun dauerhaft vom FC Arsenal für neun Millionen Euro verpflichtet wurde. Ebenfalls neu im Volkspark ist Zakaria El Ouahdi, ein Rechtsverteidiger vom belgischen Erstligisten KRC Genk, für den der HSV acht Millionen Euro Ablöse zahlte, zuzüglich möglicher Bonuszahlungen von bis zu drei Millionen Euro. Damit ist El Ouahdi der teuerste HSV-Transfer seit der Saison 2016/17. Zudem wurde David Møller Wolfe von Premier League-Absteiger Wolverhampton zunächst für eine Leihgebühr von 600.000 Euro ausgeliehen, mit einer Kaufoption über 14,5 Millionen Euro. Auf der Abgangsseite verließen Emir Sahiti ablösefrei in Richtung Hannover 96 und Rayan Philippe per Leihe den Verein in Richtung SC Paderborn.
Ganz anders präsentierte sich Werder Bremen. Trotz der Ausgangsmeldung über Zurückhaltung, reagierte der Verein auf die schwere Oberschenkelmuskelverletzung von Mittelfeldspieler Jens Stage, der voraussichtlich bis Jahresende 2026 ausfällt, mit mehreren Neuzugängen. Die Grün-Weißen verpflichteten am Deadline Day Youri Regeer von Ajax Amsterdam, Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht und Arthur von Bayer Leverkusen, allesamt auf Leihbasis. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz bestätigte, dass Werder aufgrund von Stages Ausfall mindestens eine zusätzliche Verpflichtung erwartete und betonte, dass der Kader gut genug sowie konkurrenz- und wettbewerbsfähig sei, auch wenn die Vorbereitung nicht optimal verlief. Samuel Mbangula (Leihe nach Bologna) und Patrice Čović (Leihe nach Dresden) verließen den Verein ebenfalls.
Auch über die Stadtgrenzen Hamburgs und Bremens hinaus sorgte ein Transfer für Schlagzeilen: Nick Woltemade wechselte auf Leihbasis von Newcastle United zu Juventus Turin. Der 24-jährige deutsche Nationalspieler, der aus der Jugend von Werder Bremen stammt, hatte erst im Sommer 2025 für rund 75 bis 85 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Newcastle gewechselt. Bei den „Magpies“ konnte er sich jedoch nicht nachhaltig durchsetzen und kam auch unter dem neuen Trainer Matthias Jaissle kaum zum Einsatz. Die Leihe zu Juventus Turin ist auf ein Jahr befristet, eine Kaufoption soll es für den italienischen Rekordmeister nicht geben. Die Leihgebühr wird mit 2,8 Millionen Euro zuzüglich möglicher Boni oder mit vier bis fünf Millionen Euro angegeben.
Insgesamt zeigte der Deadline Day somit zwei verschiedene Transferphilosophien bei den Nordklubs: der HSV investierte beträchtliche Summen in feste Verpflichtungen und eine hochkarätige Leihe, während Werder Bremen vor allem auf Leihgeschäfte setzte, um auf personelle Ausfälle zu reagieren und den Kader in der Breite zu verstärken. Der Wechsel von Nick Woltemade zu einem europäischen Top-Klub rundete die Ereignisse des letzten Transfertages ab.
Symbolbild – Foto: Maurício Mascaro / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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