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In Waltershof, einem bedeutenden Stadtteil im Hamburger Hafen, haben die umstrittenen Rodungsarbeiten für die geplante Westerweiterung des Hafens begonnen. Die letzten Bäume des Elbwaldes fallen, um Platz für die umfassenden Infrastrukturmaßnahmen zu schaffen. Eine lokale Initiative hatte zuvor mit einer Volkspetition vergeblich versucht, die Fällungen zu stoppen.
Die Westerweiterung des Hamburger Hafens ist ein Großprojekt der Hamburg Port Authority (HPA) und des Terminalbetreibers Eurogate, das rund 1,1 Milliarden Euro kosten und bis Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein soll. Hauptziele sind die Erweiterung des Drehkreises am Hafenzugang von 480 auf 600 Meter, die Schaffung von zwei zusätzlichen Liegeplätzen entlang einer über einen Kilometer langen Kaimauer sowie die Modernisierung und Automatisierung des Eurogate Container Terminal Hamburg (CTH). Diese Maßnahmen sollen die nautische Sicherheit und Effizienz für die größten Containerschiffe erhöhen und Hamburgs Rolle als wichtiges Drehkreuz im internationalen Schiffsverkehr stärken, auch mit Blick auf eine klimaneutrale Hafenzukunft.
Die Bürgerinitiative „Elbwald retten“ kritisiert die Rodungsarbeiten scharf. Sie hatte Ende September 2026 rund 15.000 Unterschriften für eine Volkspetition an die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft übergeben, um die vollständige Abholzung zu verhindern. Die Initiative bemängelt insbesondere den Zeitpunkt der Fällungen, da damit „Fakten geschaffen“ würden, bevor das Anliegen der Petition im Hamburger Parlament überhaupt beraten werden konnte. Sie argumentiert, dass nur ein kleiner Teil der Bäume für die Drehkreiserweiterung wirklich notwendig sei und neue Liegeplätze angesichts einer durchschnittlichen Auslastung von nur etwa 60 Prozent nicht benötigt würden. Zudem betonen die Umweltschützer die ökologische Bedeutung des Elbwaldes als „grüne Lunge“ für Waltershof, der täglich über eine Million Liter Sauerstoff produziert und schädlichen Feinstaub filtert. Der Wald sei zudem Lebensraum für streng geschützte Arten wie Fledermäuse und Mäusebussarde.
Bereits im Februar 2026 hatte die HPA eine erste Teilrodung von etwa 50 Pappeln und Trauerweiden vorgenommen, was von der Initiative als rechtswidrig kritisiert wurde, da die EU-Genehmigung frühestens Ende 2027 erwartet wird. Alternativ schlägt der Verein vor, Investitionen in die Modernisierung der Logistik und Infrastruktur, wie den Ausbau der Hafenbahn, zu tätigen oder kleinere Feeder-Terminals im ehemaligen Petroleumhafen zu errichten, um den Elbwald zu erhalten. Die HPA weist die Kritik zurück und betont, das Projekt sei seit Jahren geplant, die Umweltverträglichkeit sei geprüft und alle Klagen dagegen von Gerichten abgewiesen worden, sodass seit 2022 Baurecht besteht und die Fällungen Teil eines genehmigten Projekts seien. Unser Sender, RADIO REEPERBAHN Hamburg, wird die weitere Entwicklung dieser bedeutenden Debatte für die Hansestadt aufmerksam verfolgen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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