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Anwalt von Ex-BND-Chef Hanning protestiert gegen Untersuchungshaft

today3. November 2026

Hintergrund

Aus Hamburg erreichen uns aktuelle Meldungen zum Fall des ehemaligen BND-Chefs August Hanning. Sein Anwalt protestiert energisch gegen die Untersuchungshaft seines Mandanten, der wegen Spionageverdachts festgenommen wurde. Zudem fordert der Rechtsbeistand die Freigabe der Ermittlungsakten. August Hanning, der von 1998 bis 2005 an der Spitze des Bundesnachrichtendienstes stand und später Staatssekretär im Bundesinnenministerium war, befindet sich seit Anfang Oktober in Haft.

Die Vorwürfe gegen Hanning sind schwerwiegend und umfassen landesverräterische Ausspähung, Verrat von Staatsgeheimnissen, versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit für eine fremde Macht. Die Festnahme des 80-Jährigen am 6. Oktober 2026 durch das Bundeskriminalamt auf Anordnung des Generalbundesanwalts erfolgte demnach aufgrund von Beweismaterialien, die im Rahmen einer Durchsuchung im Zuge des sogenannten Block-Falls im Jahr 2025 gesichert wurden und später den Spionageverdacht ergaben.

Den Ermittlungen zufolge soll August Hanning nach dem Ende seiner Beamtenkarriere über Jahre hinweg geheime BND-Informationen beschafft und weitergegeben haben. Er soll mit seinem früheren Büroleiter, Manfred D. – der ebenfalls wegen Beihilfe zur Spionage in U-Haft sitzt – bereits um 2010 vereinbart haben, fortlaufend wertvolle BND-Erkenntnisse gegen Bezahlung zu erhalten. So soll sich Hanning bis 2022 fast 2000 geheime Dokumente verschafft und diese Informationen gewinnbringend in seiner Beratertätigkeit verwertet haben. In mindestens einem Fall soll er geheime Erkenntnisse genutzt haben, um eine Analyse für einen Mitarbeiter eines fremden nachrichtendienstlichen Sicherheitsapparats zu erstellen, wobei explizit betont wurde, dass es sich dabei nicht um Russland handelte.

August Hannings Verteidiger, Leon Kruse, hat die Vorwürfe zurückgewiesen und beim Bundesgerichtshof Haftbeschwerde gegen die Untersuchungshaft eingelegt. Kruse betonte in einem in Hamburg geführten Interview, die weiteren Ermittlungen würden zeigen, dass sein Mandant keine Staatsgeheimnisse verraten und auch nie die Absicht dazu gehabt habe. Er kritisiert zudem die Geheimhaltung der wesentlichen Verfahrensdokumente, die ihm als Verteidiger sogar die Einsicht in den Haftbefehl verwehre, während gleichzeitig gezielt Informationen an die Medien durchgestochen würden. Er kündigte an, die Aufhebung dieser Geheimhaltung zu beantragen.

Dieser Fall, der als einer der größten Spionageskandale in der Geschichte der Bundesrepublik gilt, zieht auch internationale Kreise. Berichten zufolge überprüfen US-Geheimdienste bereits ihre Kooperation mit Deutschland und drohen mit Informationsentzug. Auch Aserbaidschan hat bereits gegen eine Verbindung des Landes mit dem Fall protestiert. RADIO REEPERBAHN verfolgt diese Entwicklung in der Hansestadt und darüber hinaus weiterhin aufmerksam.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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