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Hamburgs U-Bahn feiert 120 Jahre Baubeginn ihrer Ringlinie

today7. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Vor genau 120 Jahren, am 7. Oktober 1906, fiel der Startschuss für ein wegweisendes Projekt, das die Mobilität in Hamburg nachhaltig prägen sollte: Die Bauarbeiten für die erste U-Bahn-Linie der Hansestadt begannen. Die ursprünglich als Ringlinie konzipierte Strecke, deren Bau unter der Federführung von Siemens & Halske und AEG erfolgte, war eine Antwort auf das rasante Wachstum und die Verkehrsprobleme des boomenden Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ging darum, die Stadt umfassend zu erschließen und den fast eine Million Einwohnern ein modernes, schnelles und bezahlbares Verkehrsmittel zu bieten.

Bereits sechs Jahre später, im Februar 1912, konnte der erste Abschnitt der Ringlinie zwischen Rathaus und Barmbek feierlich eröffnet werden, der fahrplanmäßige Betrieb startete im März desselben Jahres. Die Gründung der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) im Jahr 1911 war ein entscheidender Schritt für den Betrieb dieses neuen Verkehrssystems. Hamburg war damit nach Berlin die zweite deutsche Stadt, die den Schritt ins U-Bahn-Zeitalter wagte. Schon im ersten Betriebsjahr beförderte die neue Hoch- und Untergrundbahn fast 25 Millionen Fahrgäste, was den enormen Bedarf und das Potenzial des Projekts verdeutlichte.

Die Ringlinie bildete nicht nur den Grundstein des heutigen U-Bahn-Netzes, sondern beeinflusste auch die Stadtentwicklung maßgeblich. Sie umrundete mit 23 Haltestellen die Alster und berührte wichtige Stadtteile, während gleichzeitig Zweiglinien in die damals wachsenden Arbeiterstadtteile wie Eimsbüttel, Ohlsdorf und Rothenburgsort geplant oder zügig umgesetzt wurden. Insbesondere die U3, die heute noch weitgehend der historischen Ringlinie folgt, bietet eine einzigartige Perspektive auf Hamburg und wird oft als „schönste U-Bahn-Strecke Deutschlands“ und sogar als Sightseeing-Tour bezeichnet.

Heute ist die Hamburger U-Bahn mit ihren vier Linien U1, U2, U3 und U4 und 93 Stationen ein unverzichtbarer Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Die HOCHBAHN betreibt ein rund 106 Kilometer langes Schienennetz und beförderte allein im Jahr 2023 244,5 Millionen Fahrgäste. Die U-Bahn ist bekannt für ihre Pünktlichkeit, Sauberkeit und Zuverlässigkeit und integriert sich nahtlos in das umfassende Verkehrsnetz des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV). Das Engagement für moderne Mobilität zeigt sich auch in aktuellen Projekten: Die HOCHBAHN arbeitet an einer Erweiterung der U4 und dem Bau einer komplett neuen Linie, der vollautomatischen U5, die das U-Bahn-Netz in den kommenden Jahren um rund ein Drittel vergrößern wird und Hamburgs Osten, Mitte und Westen direkt miteinander verbinden soll. Diese Entwicklung zeigt, dass die Vision von 1906, eine komfortable und optimal vernetzte Mobilität zu schaffen, bis heute fortgeführt wird.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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