Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Unsere Redaktion von RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet heute über eine alarmierende Entwicklung, vor der der Verfassungsschutz eindringlich warnt. Deutschlandweit verzeichnete der Verfassungsschutz im Jahr 2025 eine extrem besorgniserregende Zunahme rechtsextremer Gewalt. Die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten stieg um 8,9 Prozent auf insgesamt 1.395 Delikte an, was eine ernste Gefahr für die innere Sicherheit darstellt und auch für unsere Stadt Hamburg von großer Bedeutung ist.
Die Analyse des Verfassungsschutzes zeigt, dass sich rechtsextremistische Gruppierungen zunehmend aktionsorientierter und gewaltbereiter präsentieren. Dabei wandelt sich die Szene: Klassische neonazistische Organisationen verlieren an Bedeutung, während lose Netzwerke, digitale Gemeinschaften und insbesondere junge, oft gewaltorientierte Gruppierungen verstärkt Einfluss gewinnen. Das Personenpotenzial im Rechtsextremismus ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen und lag 2025 bei rund 58.700 Personen, von denen etwa 15.600 als gewaltorientiert eingestuft werden.
Ein wesentlicher Faktor dieser Entwicklung ist die Radikalisierung im digitalen Raum. Soziale Medienplattformen wie TikTok, Instagram oder Telegram dienen nicht mehr nur der Verbreitung von Propaganda, sondern werden zunehmend für Rekrutierung und Vernetzung genutzt. Besonders junge Menschen geraten hierdurch leichter in ideologische Filterblasen, was dazu führt, dass die Täter im Bereich des Rechtsextremismus immer jünger werden und die Gewaltbereitschaft zunimmt. Auch eine Internationalisierung der Szene wird durch den Cyberraum und soziale Medien erleichtert.
Die häufigsten Formen rechtsextremistischer Gewalt sind weiterhin Körperverletzungen, die oft einen fremdenfeindlichen oder antisemitischen Hintergrund haben. Die Zahl der fremdenfeindlich motivierten Gewalttaten stieg 2025 um 6,4 Prozent auf 1.046 Delikte an. Erschreckend ist auch, dass antisemitisch motivierte Straftaten im Jahr 2025 mit 6.548 Fällen einen neuen Höchststand erreichten. Der Verfassungsschutz betont, dass Rechtsextremismus die größte Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland bleibt.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass der Kampf um die Demokratie nicht nur an Wahlurnen, sondern auch auf Straßen, Schulhöfen und in den Kommentarspalten der digitalen Welt geführt wird. Die Sicherheitsbehörden beobachten zudem eine Verzahnung sogenannter neurechter Strukturen, die darauf abzielen, rechtsextreme Narrative in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Es bedarf weiterhin größter Wachsamkeit und entschlossener Maßnahmen, um dieser wachsenden Bedrohung entgegenzuwirken und die Demokratie zu schützen.
Symbolbild – Foto: Markus Spiske / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG