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Hamburg rüstet sich mit Pilotprojekt gegen Starkregen

today24. September 2026 2

Hintergrund
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Hamburg rüstet sich angesichts zunehmender Wetterextreme mit einem wegweisenden Pilotprojekt gegen Starkregenereignisse. Im Fokus steht dabei das Hein-Klink-Stadion in Billstedt, welches speziell für den Umgang mit großen Wassermassen umgebaut wurde. Dieses Vorhaben ist Teil des umfassenden Programms RegenInfraStrukturAnpassung, kurz RISA, das darauf abzielt, Hamburgs Regenwassermanagement zukunftsfähig zu gestalten und die Stadt besser an künftige Starkregenereignisse anzupassen.

Die Modernisierung des Hein-Klink-Stadions, die im Frühjahr 2019 begann und 2020 fertiggestellt wurde, zielte darauf ab, ein zuvor überflutungsgefährdetes Gebiet zu schützen. Kernstück des Umbaus ist eine unterirdische Speicher- und Versickerungsanlage, die unterhalb des Sportplatzes installiert wurde. Diese innovative Technik ermöglicht es, bei starken Regenfällen bis zu 5 Millionen Liter Wasser aufzunehmen und so die Kanalisation zu entlasten. Insbesondere die Möllner Landstraße zwischen den U-Bahn-Eingängen „Merkenstraße“ war in der Vergangenheit häufig von Überflutungen betroffen, welche sogar den U-Bahn-Betrieb gefährden konnten. Das Wasser wird nun gezielt von der Straße zum Stadion geleitet und dort zwischengespeichert, bevor es versickert und somit den natürlichen Wasserhaushalt stärkt.

Die Wirksamkeit des Projekts hat sich bereits in der Praxis gezeigt. Während eines extremen Starkregenereignisses im Hamburger Osten im August 2024 leistete die Anlage gute Dienste, auch wenn weitere Maßnahmen in der Umgebung weiterhin notwendig sind, um alle tieferliegenden Gebiete zu schützen. Die Bedeutung dieses innovativen Ansatzes wurde auch im September 2023 gewürdigt, als das Projekt mit dem DWA Klimapreis ausgezeichnet wurde, was seinen Leuchtturmcharakter unterstreicht. Finanziert wurde das Projekt durch die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, das Bezirksamt Hamburg-Mitte und Hamburg Wasser.

Das Hein-Klink-Stadion dient als erfolgreiches Pilotprojekt, dessen Modell auch in weiteren Hamburger Sportanlagen integriert werden soll. Es ist ein konkretes Beispiel für Hamburgs umfassende „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel“, die neben der Starkregenvorsorge auch den Küsten- und Binnenhochwasserschutz sowie die Entwicklung einer blau-grünen Infrastruktur umfasst. Die Stadt unterstützt zudem Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen mit Beratungsangeboten und Förderprogrammen, um Gebäude und Grundstücke an die Folgen des Klimawandels, wie Starkregen und Hitze, anzupassen.

Diese proaktiven Maßnahmen sind angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen, die in Hamburg in den letzten Jahren immer wieder zu überfluteten Straßen und Kellern führten, von entscheidender Bedeutung für die urbane Resilienz. Durch die Integration von Regenwasserbewirtschaftung in die Stadtplanung und die Förderung individueller Anpassungen will Hamburg die Lebensqualität dauerhaft sichern und sich nachhaltig auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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