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Hamburger Schulen stehen kurz vor einem bedeutenden Schritt in ihrer digitalen Transformation: Die Schulbehörde plant noch in diesem Jahr die Einführung der neuen Künstliche Intelligenz (KI)-Plattform „AIS.chat“ an den Schulen der Hansestadt. Parallel dazu befasst sich der Schulausschuss heute intensiv mit dem Thema, um die digitale Bildung in Hamburg weiter voranzutreiben.
„AIS.chat“, bis zum 19. Mai 2026 unter dem Namen „telli“ bekannt, ist ein kostenloser und datenschutzkonformer KI-Chatbot, der speziell für den Einsatz in deutschen Schulen entwickelt wurde. Das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) realisiert das Projekt im Auftrag aller 16 Bundesländer im Rahmen des DigitalPakt Schule. Die Plattform dient dazu, Lehrkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Schülerinnen und Schülern einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz näherzubringen.
Das System ist an verschiedene leistungsstarke Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) angebunden, die DSGVO-konform innerhalb der EU betrieben werden, wobei Lehrkräfte das jeweils zu nutzende Modell auswählen können. „AIS.chat“ bietet Funktionen wie die Erstellung fiktiver Dialogpartner für Schüler und die Gestaltung von Lernszenarien, die per Link oder QR-Code geteilt werden können. Es unterstützt Lehrkräfte zudem bei der Unterrichtsvorbereitung und administrativen Aufgaben und soll dazu beitragen, Lernprozesse zu bereichern und das kritische Denken zu fördern, anstatt Recherche zu ersetzen. Hamburg nimmt bei der Entwicklung dieses bundesweiten KI-Chatbots eine federführende Rolle ein.
Die Einführung von „AIS.chat“ in den Bundesländern erfolgt schrittweise; so steht die Plattform beispielsweise in Niedersachsen seit Februar 2026 allen Schulen zur Verfügung und in Nordrhein-Westfalen wurde sie ebenfalls flächendeckend eingeführt. In Hamburg soll noch in diesem Jahr das Schulgesetz novelliert werden, um die datenschutzkonforme Nutzung von KI an Schulen rechtlich abzusichern.
Begleitend zur Einführung gibt es in Hamburg jedoch auch Diskussionen über die Rahmenbedingungen. Die Lehrer*innenkammer Hamburg begrüßte zwar den geplanten § 98e im Schulgesetz als wichtigen Schritt zur Regulierung von KI an Schulen, wies aber im April 2026 darauf hin, dass Fragen zu transparenten Zulassungskriterien, der Beteiligung schulischer Gremien sowie der Bereitstellung ausreichender Ressourcen noch ungeklärt seien. Dennoch ist die Hansestadt bestrebt, KI bereits ab der zweiten Klasse in den Unterricht zu integrieren, um die informatische Grundbildung zu stärken und Kindern und Jugendlichen die Chancen und Grenzen digitaler Technologien frühzeitig zu vermitteln.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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