Hamburg Update

Wohnstätte „Malteser Nordlicht“ in Bahrenfeld schließt

today3. September 2026

Hintergrund
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Die Wohnstätte „Malteser Nordlicht“ in Hamburg-Bahrenfeld, die über drei Jahrzehnte hinweg drogenabhängigen Männern Zuflucht und umfassende Unterstützung bot, wird zum 31. Oktober geschlossen. Die Schließung der wichtigen Einrichtung, welche 26 obdachlosen, drogenabhängigen oder substituierten Männern ein Zuhause auf Zeit bot, ist die Folge auslaufender Finanzierung durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Dies umfasst auch die Nichtfinanzierung einer notwendigen Renovierung durch die Stadt.

Das Malteser Nordlicht, ursprünglich 1995 als „Friedenspfeife“ im Rahmen des Winternotprogramms gegründet, war ein fester Bestandteil des Hamburger Suchthilfesystems. Es bot seinen Bewohnern weit mehr als nur eine Unterkunft; es war ein geschützter Lebensraum, der Verlässlichkeit, menschliche Nähe und umfassende Betreuung gewährleistete. Die sozialpädagogischen Fachkräfte unterstützten die Klienten unter anderem bei Anträgen, boten 24-Stunden-Betreuung, drei tägliche Mahlzeiten, Freizeitmöglichkeiten und Krisenintervention. Ziel war stets die Stärkung der Ressourcen der Bewohner, die Reduzierung des Suchtmittelkonsums und die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe sowie die Erarbeitung tragfähiger Zukunftsperspektiven zur Beendigung der Wohnungslosigkeit.

Die Malteser Werke gGmbH, der Träger der Einrichtung im Hogenfeldweg 2, erklärt, dass die Schließung Teil von Sparmaßnahmen im Hamburger Suchthilfesystem ist, von denen mehrere Träger betroffen sind. Für die 26 Bewohner bedeutet diese Entscheidung, einen Ort zu verlieren, der ihnen über Jahre Halt gegeben hat.

Die Mitarbeitenden des Malteser Nordlicht sind derzeit intensiv dabei, gemeinsam mit den Bewohnern passende Anschlussangebote zu finden. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung dar, da in Hamburg bereits jetzt weniger Plätze für diese Zielgruppe zur Verfügung stehen, als eigentlich benötigt würden. Die Schließung ist auch für die langjährigen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Nordlicht mit großem Einsatz geprägt haben, ein schmerzlicher Einschnitt.

Die Situation verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen im Bereich der Sucht- und Wohnungslosenhilfe in Hamburg. Während die Stadt mit neuen Modellen versucht, der Drogenszene entgegenzuwirken und Stabilisierungshilfen anzubieten, wie beispielsweise in Einrichtungen der Jugendhilfe e.V. wie dem „Drob Inn“ und dem „Projekt Nox“ in Bahnhofsnähe, hinterlässt die Schließung des Malteser Nordlicht eine spürbare Lücke in der Versorgungslandschaft für besonders vulnerable drogenabhängige Menschen.

Symbolbild – Foto: Perry Wunderlich / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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