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Anschlagsversuch auf Stromversorgung in Brandenburg

today1. September 2026 42

Hintergrund
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In Brandenburg sind in der Nähe des Umspannwerks Jänschwalde Sprengvorrichtungen entdeckt worden, die einen mutmaßlichen Anschlagsversuch auf die Stromversorgung darstellen. Die Polizei stellte die unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr an Leitungen des Umspannwerks in Turnow-Preilack fest, welches sich unweit des Kohlekraftwerks Jänschwalde in einem Waldgebiet befindet und als Knotenpunkt für die Einspeisung des dort erzeugten Stroms in das Übertragungsnetz von 50Hertz dient. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Die gefundenen Vorrichtungen werden als selbstgebaute Flugkörper beschrieben, die nach Angaben des Netzbetreibers 50Hertz handelsüblichen Silvesterraketen ähnelten. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann stellte jedoch klar, dass es sich „ganz sicher keine Silvesterraketen“ handelte, sondern um „irgendwas dazwischen“. Ziel der Täter war es offenbar, durch das Einbringen von leitfähigem Material in die Höchstspannungsleitungen einen Kurzschluss herbeizuführen. Dies sei in zwei Fällen gelungen, während eine zweistellige Anzahl weiterer Vorrichtungen gefunden wurde, die glücklicherweise nicht alle explodierten oder ihr Ziel erreichten.

Infolge des Anschlagsversuchs kam es zu einem technischen Ausfall von Block B des Kraftwerks Jänschwalde, der eine Leistung von 500 Megawatt besitzt und somit ein Drittel der Gesamtkapazität des Kraftwerks ausmacht. Trotz dieses Ausfalls war die allgemeine Stromversorgung für die Bevölkerung zu keiner Zeit beeinträchtigt, da der Wegfall des Blocks kompensiert werden konnte. Dies lag unter anderem an einer relativ hohen Windkraft- und Solarausbeute, die über den Tag hinweg zur Bedarfsdeckung beitrug. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten des Umspannwerks und Kraftwerks verhinderten durch rasches und besonnenes Handeln Schlimmeres, und es kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte die Tat als „Anschlagsversuch“ und betonte die Notwendigkeit, kritische Infrastrukturen entschlossen zu schützen. Er verwies auf eine „besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle“ und erklärte, dass diejenigen, die versuchen, die kritische Infrastruktur zu sabotieren und das gesellschaftliche Leben zu lähmen, alle Bürger angreifen. Auch Innenminister Redmann sprach von Sabotage und einem „systematischen Vorgehen“. Die Hintergründe der Tat sowie das Motiv der Täter sind jedoch bislang unklar, und die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Attacken auf kritische Infrastrukturen in der Region. In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung, darunter Brandanschläge auf das Stromnetz im Südwesten Berlins und nahe der Tesla-Fabrik in Grünheide. Einige dieser Taten wurden von linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“ für sich reklamiert. Experten warnen, dass bei einem Ausfall des gesamten Umspannwerks ein großflächiger Stromausfall in der Region möglich gewesen wäre.

Symbolbild – Foto: Mr Dr3igeteilt / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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