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Ein schweres Fährunglück hat sich vor der Küste Nordzyperns ereignet und tiefe Bestürzung ausgelöst. Bei dem Unglück, das sich am Sonntag zutrug, kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Nach Angaben der Behörden werden noch rund 18 weitere Personen vermisst, während die meisten der insgesamt 267 Menschen an Bord, darunter 259 Passagiere und acht Crewmitglieder, gerettet werden konnten. Die Express-Fähre „Filo Jet“, ein Katamaran, war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (Girne) auf dem Weg ins südtürkische Mersin gekentert und liegt nun in einer Tiefe von über 500 Metern auf dem Meeresgrund.
Gegen die Besatzung des Schiffes, deren Kapitän und sieben Mitglieder festgenommen wurden, erheben sich schwere Vorwürfe. Überlebende berichten von dramatischen Szenen an Bord, bei denen der Kapitän das sinkende Schiff frühzeitig verlassen haben soll. Zudem sollen Fluchtwege versperrt und Türen verschlossen gewesen sein, was die Panik unter den Passagieren verstärkte. Einige Reisende im unteren Deck versuchten verzweifelt, Scheiben einzuschlagen, um ins Freie zu gelangen. Die genaue Unglücksursache, die von einem Wassereinbruch nach Wellengang oder einem „Knall“ im Bugbereich berichtet, wird noch ermittelt.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um alle Aspekte des Vorfalls lückenlos aufzuklären. Der türkisch-zyprische Verkehrsminister Erhan Arikli kündigte neben der polizeilichen Untersuchung eine separate Untersuchung seines Ministeriums an. Dabei setzen die Ermittler große Hoffnungen auf die Bergung des Schiffsdatenschreibers, der sich im Wrack in über einem halben Kilometer Tiefe befindet und wichtige Aufschlüsse über den Hergang des Unglücks geben soll. Nordzyperns Ministerpräsident Ünal Üstel versprach, dass „selbst die geringste Fahrlässigkeit ans Licht kommen“ und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Berichten zufolge hatte die Unglücksfähre erst vor rund zwei Monaten eine Inspektion durchlaufen.
Die Rettungsarbeiten, an denen Küstenwache, Hubschrauber und Marineeinheiten aus Nordzypern und der Türkei beteiligt waren, gestalteten sich äußerst schwierig. Überlebende klammerten sich an den Rumpf des gekenterten Schiffes, während Helikopter über ihnen kreisten, um sie in Sicherheit zu bringen. Am Hafen von Kyrenia harren weiterhin verzweifelte Angehörige aus, die auf Nachrichten über das Schicksal ihrer Liebsten warten. Das tragische Ereignis wird bereits als die „schlimmste maritime Katastrophe, die Zypern je erlebt hat“, bezeichnet.
Symbolbild – Foto: Dave Harwood / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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