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Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 liegt die AfD in aktuellen Umfragen mit deutlichem Vorsprung vorn, teils bei über 40 Prozent. So prognostizieren Umfragen von Infratest dimap für Ende August 2026 Werte von 42 Prozent für die Partei. Bereits im Mai 2026 lag die AfD in den Umfragen bei 41 Prozent und wurde als stärkste Kraft gesehen. Der Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt wird vom dortigen Verfassungsschutz seit November 2023 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
Parteienforscher sehen in den hohen Zustimmungswerten der AfD in Sachsen-Anhalt keinen Sonderfall des Ostens, während sich Migranten und Forscher bereits besorgt über eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD zeigen. Dutzende Migranten in Magdeburg planen beispielsweise, ihre Geschäfte zu schließen, um vor einer AfD-Regierung zu warnen, da sie Ängste vor Rassismus und Sorgen um ihre Kinder äußern. Auch Wirtschaftsforscher prognostizieren, dass eine Machtübernahme durch die AfD der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt schaden könnte, da das ökonomische Wachstum von Faktoren abhängt, die der rechtsextreme Landesverband aktiv bekämpft.
Andere Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit der AfD größtenteils aus, jedoch gibt es innerhalb der CDU nuancierte Debatten. Während Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) ausschließt, dass CDU-Kandidaten zur AfD überlaufen könnten, haben sich einige CDU-Landtagsabgeordnete wie Ulrich Thomas und Anja Schneider offen für sachbezogene Gespräche mit der AfD im Falle einer Minderheitsregierung ausgesprochen. Sie erhoffen sich dadurch, auch Streit in die AfD zu tragen. Die Brandmauer-Debatte innerhalb der CDU hält Ministerpräsident Schulze im Wahlkampf für hinderlich.
Trotz des deutlichen Vorsprungs der AfD, die nach wissenschaftlichen Prognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit stärkste Kraft wird, gilt eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag derzeit als eher unwahrscheinlich, hängt aber stark davon ab, wie viele andere Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Angesichts dessen gibt es Aufrufe zur strategischen Wahl von SPD oder Grünen, um eine absolute Mehrheit der AfD und damit eine mögliche Alleinregierung der Rechtsextremen abzuwenden. Das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt wird von der Partei als „Regierungsprogramm“ bezeichnet und beinhaltet unter anderem eine migrationspolitische Kehrtwende mit Forderungen nach einer „Abschiebe- und Remigrationsoffensive“ sowie die Abschaffung der Inklusion an Schulen.
Symbolbild – Foto: Element5 Digital / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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