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Bund untersagt Zippel-Übernahme durch chinesische Staatsreederei

today7. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Die Bundesregierung hat die geplante Übernahme von 80 Prozent der Anteile am Hamburger Logistikunternehmen Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco untersagt. Dies gab ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bekannt, wie auch RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet. Als Hauptgrund für diese Entscheidung werden erhebliche Sicherheitsbedenken genannt, die eine solche Akquisition mit sich bringen würde.

Das Hamburger Unternehmen Zippel, das rund 350 Mitarbeiter beschäftigt, ist spezialisiert auf den Transport von Waren per Zug, Schiff und Lkw, insbesondere den Weitertransport von Containerfracht aus den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ins Binnenland, speziell nach Ostdeutschland. Während das Bundeskartellamt die Übernahme aus wettbewerbsrechtlicher Sicht im Februar noch für unbedenklich hielt, da Zippel und Cosco auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette agieren, äußerten das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium erhebliche Bedenken.

Die Untersagung begründet der Bund mit der Sorge vor einer Vertiefung von Abhängigkeiten und einer Gefährdung der Resilienz der Lieferketten Deutschlands und der Europäischen Union. Ein vertrauliches Regierungspapier hob hervor, dass Zippel auch eine wichtige Rolle bei der logistischen Unterstützung der Bundeswehr und der NATO spielt. Befürchtet wird, dass durch China beeinflusste Elemente der europäischen Transportinfrastruktur im Konflikt- oder Krisenfall nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stünden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine geplante Investition der chinesischen Staatsreederei Cosco in der Hafenstadt Hamburg auf Widerstand stößt. Bereits 2022 gab es eine politische Debatte um Coscos Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort (CTT), die schließlich unter dieser Grenze genehmigt wurde, um strategischen Einfluss zu verhindern. Der jetzige Fall der Zippel-Übernahme stellt jedoch einen umfassenderen Erwerb dar, der von der Bundesregierung als eine potenzielle Bedrohung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit des Landes eingestuft wurde.

Die Bundesregierung betont, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas ausländische Investitionen grundsätzlich willkommen heißt. Gleichzeitig werde man jedoch Investitionen, die die Sicherheit des Landes gefährden könnten, genau prüfen. Diese Entscheidung unterstreicht die wachsende Sensibilität Berlins gegenüber dem zunehmenden Einfluss Pekings auf kritische Infrastrukturen und strategische Unternehmen in Deutschland und Europa.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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