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EU kündigt Handelsabkommen mit den Philippinen an

today22. September 2026 2

Hintergrund
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Hamburg – Die Europäische Union und die Philippinen haben am heutigen 22. September 2026 einen entscheidenden Schritt zur Vertiefung ihrer Wirtschaftsbeziehungen unternommen. Wie die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, und der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. bekannt gaben, wurde eine grundsätzliche Einigung zur Ausarbeitung eines neuen Freihandelsabkommens erzielt. Der Deal soll in den kommenden Monaten finalisiert werden und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und dem südostasiatischen Land maßgeblich stärken. An den hochrangigen Gesprächen waren auch die philippinische Handelsministerin Ma. Cristina A. Roque und EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič beteiligt.

Die Verhandlungen für ein solches Abkommen reichen bereits weiter zurück. Sie wurden ursprünglich im Dezember 2015 aufgenommen und nach einer Unterbrechung im Jahr 2017 im März 2024 wiederbelebt. Die Wiederaufnahme erfolgte drei Jahre, nachdem von der Leyen und Marcos Jr. bei ihrem Besuch in Manila im Jahr 2023 die Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Gespräche vereinbart hatten. Seitdem wurden sechs Verhandlungsrunden erfolgreich abgeschlossen, die letzte davon im Mai 2026. Das umfassende Abkommen wird voraussichtlich den derzeitigen GSP+-Status der Philippinen ersetzen, der dem Land seit 2014 Zollfreiheit für über 6.000 Zolltariflinien gewährt.

Das geplante Freihandelsabkommen ist breit angelegt und umfasst den Handel mit Waren und Dienstleistungen, den digitalen Handel, das öffentliche Beschaffungswesen, geistiges Eigentum und den Übergang zu sauberen Technologien. Beide Seiten erwarten greifbare Vorteile, darunter neue Geschäftschancen, verstärkte Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Agrarproduzenten und Hersteller sollen von dem Abkommen profitieren. Für die Philippinen ist dieses Abkommen von besonderer Bedeutung, da die EU im Jahr 2021 der viertgrößte Handelspartner war und der bilaterale Handel im Jahr 2025 ein Volumen von rund 17,6 Milliarden Euro erreichte, mit einem Handelsüberschuss von 1,7 Milliarden Euro zugunsten der Philippinen. Die Philippinen sind zudem erst das dritte Land in Südostasien nach Singapur und Vietnam, das ein Freihandelsabkommen mit der 27-Nationen-Union abschließt.

Dieses Abkommen ist nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch ein wichtiges strategisches Signal. Es unterstützt gemeinsame Prioritäten in Bezug auf nachhaltige Entwicklung sowie den sauberen und digitalen Wandel. Zudem unterstreicht es das Engagement der EU für ehrgeizige Freihandelsabkommen in der gesamten ASEAN-Region, gerade im Vorfeld des 50-jährigen Bestehens der Beziehungen zwischen der EU und der ASEAN im nächsten Jahr. Für die Philippinen ist der Ausbau der Exportmärkte und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Teil ihrer Reaktion auf das verlangsamte Wirtschaftswachstum im Jahr 2026.

Nach der grundsätzlichen Einigung werden die Verhandlungsteams beauftragt, den Vertragstext so schnell wie möglich zu finalisieren. Anschließend wird der Deal der gesetzgeberischen Genehmigung durch die Gesetzgeber in Manila und Brüssel unterliegen. Präsidentin von der Leyen hat bereits ihre Absicht bekräftigt, im Jahr 2027 in die Philippinen zurückzukehren, um das Abkommen formell zu unterzeichnen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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