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Pakistan greift nach Anschlag Ziele in Afghanistan an

today21. September 2026

Hintergrund
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Das pakistanische Militär hat nach einem schweren Sprengstoffanschlag in Kohat am 18. September 2026 Luftangriffe auf mutmaßliche militante Verstecke im Nachbarland Afghanistan geflogen. Berichte sprechen von 28 getöteten mutmaßlichen Militanten auf pakistanischer Seite, während Afghanistan von drei zivilen Toten spricht. Diese Militäraktionen stellen eine erneute Eskalation der angespannten Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan dar.

Der Auslöser für die jüngsten Luftschläge war ein verheerender Angriff auf den Old Police Lines-Komplex in Kohat, Pakistan, der sich am 18. und 19. September 2026 ereignete. Während der Freitagsgebete rammte ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in den Eingang einer Moschee innerhalb des Polizeigeländes, gefolgt von einem Angriff bewaffneter Männer auf die Einrichtung. Bei dem Anschlag wurden mindestens 21 Menschen getötet, darunter hauptsächlich Polizeibeamte, und etwa 80 weitere verletzt. Andere Berichte nennen bis zu 31 Todesopfer, darunter acht Angreifer, und 103 Verletzte. Pakistan machte für den Anschlag militante Gruppen verantwortlich, die angeblich von afghanischem Territorium aus operieren.

Die pakistanischen Luftangriffe fanden Berichten zufolge am frühen Montagmorgen, dem 21. September 2026, in den östlichen afghanischen Provinzen Kunar (Distrikt Nurgal) und Paktika (Distrikt Barmal) statt. Afghanische Behörden gaben an, dass bei den Angriffen drei Zivilisten getötet und vier weitere verletzt wurden, wobei in Kunar ein Haus zerstört wurde. Der Sprecher der afghanischen Taliban, Sabiullah Mudschahid, verurteilte die Angriffe als „Aggression und Unterdrückung“ sowie als „Wiederholung von Verbrechen“ und kündigte eine „angemessene Antwort“ an. Er wies die pakistanischen Anschuldigungen zurück, Afghanistan biete Militanten Unterschlupf und warf Pakistan vor, mit den Angriffen von eigenen Sicherheitsmängeln ablenken zu wollen.

Pakistans Informationsministerium hatte bereits am Samstag, dem 19. September 2026, gewarnt, man könne Militante innerhalb Afghanistans angreifen. Islamabad beschuldigt die afghanische Taliban-Regierung, Mitglieder der pakistanischen Taliban (Tehrik-e-Taliban Pakistan, TTP) zu schützen, die für Anschläge in Pakistan verantwortlich gemacht werden. Die TTP ist eine eigenständige, aber mit den afghanischen Taliban verbündete Gruppe. Die jüngste Eskalation folgt auf monatelange Militäraktionen und grenzüberschreitende Gefechte, die seit Februar 2026 Hunderte von Menschenleben gefordert haben.

Die Vereinten Nationen haben wiederholt ihre Besorgnis über die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Afghanistan und Pakistan geäußert und zu einem Waffenstillstand sowie dem Schutz der Zivilbevölkerung aufgerufen. Berichte der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) dokumentierten im Zeitraum von April bis Juni 2026 399 zivile Opfer, darunter 57 Tote und 342 Verletzte, die auf grenzüberschreitende bewaffnete Gewalt zurückzuführen waren, wobei die Luftangriffe und Bodenkämpfe die Hauptursachen für zivilen Schaden waren und alle dokumentierten Opfer pakistanischen Sicherheitskräften zugeschrieben wurden. Die Spannungen entlang der umstrittenen Durand-Linie, die Afghanistan historisch nicht als internationale Grenze anerkennt, bleiben ein zentraler Streitpunkt.

Symbolbild – Foto: Emre Ayata / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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