Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Hamburg – Die Kontroverse um die Wahlparty der Linken in Berlin nimmt neue Züge an, nachdem der Sohn des als Clanchef geltenden Issa Remmo angebliche Chatverläufe mit dem Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak veröffentlicht hat. Die Linke hatte sich ursprünglich von dem Besuch Issa Remmos auf ihrer Wahlparty in Berlin-Neukölln distanziert und betonte, es habe sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt, zu der auch ungeladene Gäste Zutritt hatten und Remmo sei ein Zufallsgast gewesen. Diese Darstellung wird nun durch die mutmaßlichen Nachrichten infrage gestellt, die einen anderen Eindruck vermitteln sollen.
Firas Remmo, der Sohn des Clanchefs, teilte Screenshots auf Instagram, die eine freundschaftliche Konversation zwischen ihm und Ferat Koçak zeigen sollen. In den mutmaßlichen Chats soll Koçak Firas Remmo gebeten haben, seinem Vater „Grüße mit Respekt“ auszurichten und zudem angeboten haben, Firas Remmo in seinem Büro zu besuchen. Brisant ist auch eine angebliche Nachricht vom Februar, in der Koçak ein Social-Media-Video an Firas Remmo weiterleitete und um Hilfe bei der Verbreitung bat, mit der Aufforderung an „euren Leuten“, das Video zu teilen. Firas Remmo soll mit „gerne Bruder“ geantwortet haben, woraufhin Koçak ein Herz-Emoji sendete. Begleitend zu den Veröffentlichungen schrieb Firas Remmo: „Wir stehen zusammen, wir halten zusammen, und wir kämpfen gemeinsam für unsere Ziele“ sowie „Wir sind ein Teil von etwas Großem. Wir sind Sieger. Wir sind Macher. Wir sind ein Team. Und gemeinsam schaffen wir Dinge, die alleine niemals möglich wären“. Nach dem Wahlsieg gratulierte er Koçak mit den Worten: „Gratuliere Bruder Herz mehr als verdient auf eine schönes Neukölln mit viel Zusammenhalt u. Liebe für die Mitmenschen“.
Die Linke in Berlin-Neukölln hält trotz der neuen Enthüllungen an ihrer Distanzierung fest und betont, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu Issa Remmo gebe. Jorinde Schulz vom Bezirksvorstand der Neuköllner Linken bestätigte, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, zu der auch ungebetene Personen Zutritt hatten. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp versicherte im ZDF, die Partei habe „nichts mit organisierter Kriminalität zu tun“, und das Clan-Mitglied sei nicht eingeladen gewesen. Einige Berichte legen nahe, dass Remmo aufgefordert wurde, die Feier zu verlassen. Issa Remmo selbst wurde von der „Morgenpost“ jedoch mit der Aussage zitiert, er fühle sich von der Linken in Deutschland zum ersten Mal unterstützt, was er möglicherweise auf die anhaltenden Antisemitismusvorwürfe gegen die Partei bezog.
Die Affäre hat scharfe Kritik aus der Politik hervorgerufen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete den Auftritt Remmos als „verstörendes Signal“ und forderte eine unmissverständliche Distanzierung von Strukturen der organisierten Kriminalität. Die Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr äußerte sich ebenfalls irritiert und erwartete von den Linken eine umfassende Klärung des Vorfalls, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Regierungsbildung. Auch die Berliner Polizei zeigte sich laut Berichten „irritiert“ über den Vorfall.
Die Kontroverse wird durch die Anwesenheit eines weiteren umstrittenen Gasts verschärft: Medienberichten zufolge wurde auf der Wahlparty auch Ibrahim Ibrahim gesichtet, ein palästinensischer Aktivist, der als Unterstützer der vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften und von EU und USA als Terrororganisation geführten „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) gilt. Ibrahim soll den ehemaligen Hamas-Chef Jahja Sinwar als „standhaften Führer“ und „Märtyrerhelden“ bezeichnet haben. Fotos zeigen ihn neben Ferat Koçak. Der Besuch der Linken in Neukölln, wo die Partei in stark migrantisch geprägten Wahlkreisen über 50 Prozent der Stimmen mit Slogans wie „Freiheit für Palästina“ erzielen konnte, rückt die Auswahl der Gäste und die politischen Botschaften der Partei in ein kritisches Licht.
Die Veröffentlichung der mutmaßlichen Chatverläufe wirft ernsthafte Fragen über die tatsächlichen Beziehungen zwischen dem Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak und dem Remmo-Clan auf. Während die Linke weiterhin die formale Distanz betont, deuten die Inhalte der Chats und die Aussagen von Firas Remmo auf eine tiefere, persönlichere Verbindung hin, die der offiziellen Parteilinie widerspricht und die Partei in Erklärungsnot bringt. Die Diskussionen über die Integrität und die Abgrenzung der Partei von kriminellen oder extremistischen Strukturen dürften damit weiter an Fahrt gewinnen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
Die St. Pauli Hits NONSTOP Mittagspause auf dem Kiez: Nonstop die besten Hits aus und für St. Pauli! Egal ob im Büro, unterwegs oder zu Hause - mit unserem Musikmix bleibst du mitten im Leben und in der Stadt.
close© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)