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Eine Wahlparty der Berliner Linken im Bezirk Neukölln hat für erhebliche politische Diskussionen und scharfe Kritik gesorgt. Im Mittelpunkt stehen Bilder, die die Anwesenheit eines Vertreters einer extremistischen Anti-Israel-Gruppe sowie eines bekannten Clanchefs unter den Gratulanten zeigen. Diese Vorkommnisse werfen erneut Fragen zur Abgrenzung der Partei Die Linke und ihrem Umgang mit umstrittenen Persönlichkeiten auf.
Der Chef des berüchtigten Remmo-Clans, Issa Remmo, wurde bei der Wahlfeier der Neuköllner Linken gesichtet. Remmo äußerte sich gegenüber Medienvertretern und verteidigte die Berliner Linke gegen im Vorfeld der Wahl aufgekommene Antisemitismusvorwürfe, indem er sagte, die Partei sei „Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt“. Er erklärte zudem, sich in Deutschland erstmals von einer Partei unterstützt zu fühlen und würde keinen judenfeindlichen Politiker wählen. Die Neuköllner Linke distanzierte sich umgehend von dem Besuch und betonte, Remmo sei weder angemeldet gewesen noch habe seine Anwesenheit im Vorfeld festgestanden. Es handelte sich demnach um eine öffentliche Veranstaltung, zu der auch nicht eingeladene Personen Zutritt hatten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete Remmos Anwesenheit auf der Wahlparty als „verstörendes Signal“ und forderte von der Linken eine unmissverständliche Klarstellung ihrer Distanz zu Strukturen der organisierten Kriminalität.
Zusätzlich zu Clan-Chef Remmo sorgte die Präsenz eines Aktivisten namens Ibrahim Ibrahim für Aufsehen. Ibrahim gilt als führender Unterstützer der als Terrororganisation eingestuften PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) in Deutschland und wurde mit dem Linke-Bundestagsmitglied Ferat Koçak fotografiert. Berichten zufolge soll Ibrahim den getöteten Hamas-Chef Yahya Sinwar als „standhaften Führer“ und „Märtyrerhelden“ bezeichnet haben. Die Gruppe, die er vertritt, wird vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft, und sowohl die EU als auch die USA sehen sie als Terrororganisation an.
Diese Vorfälle reihen sich in eine Reihe von Kontroversen ein, die die Berliner Linke im Vorfeld der Wahl begleiteten. Wochen zuvor hatte ein Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung der Neuköllner Linken für Empörung gesorgt, bei dem Parolen wie „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“ gerufen wurden. Diese antisemitischen Äußerungen führten zu innerparteilichen Auseinandersetzungen und scharfer Kritik, unter anderem vom Zentralrat der Juden, der die Linkspartei sogar vor einer Regierungsbeteiligung warnte.
Die jüngsten Ereignisse verschärfen die Debatte um die klare Positionierung der Partei im Nahostkonflikt und ihre Abgrenzung zu extremistischen und kriminellen Milieus. Die Landesvorsitzende der Grünen, Nina Stahr, forderte von der Linken Klärung der Geschehnisse und Gespräche mit den Neuköllner Akteuren, insbesondere im Hinblick auf mögliche Koalitionsgespräche. Die Berliner Linke, deren Spitzenkandidatin Elif Eralp sich von organisierter Kriminalität distanzierte und betonte, man bekämpfe diese, sieht sich nun erneut unter erheblichem Druck, ihre Haltung und ihre roten Linien unmissverständlich zu verdeutlichen.
Symbolbild – Foto: Abdel Rahman Abu Baker / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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