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Flakbunker auf St

today21. September 2026

Hintergrund
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Der ehemalige Flakbunker auf St. Pauli hat eine bemerkenswerte Verwandlung vollzogen und präsentiert sich nun als weltweit einzigartiges Projekt, das ein Hotel, einen weitläufigen Park sowie zahlreiche Kultur- und Freizeitangebote unter einem Dach vereint. Dieses ambitionierte Vorhaben wird auch von Klimaforschern begleitet und gilt als internationales Leuchtturmprojekt für Klimaanpassung in Großstädten. Nach mehrjähriger Bauzeit wurde der „Grüne Bunker“ am 5. Juli 2024 offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wobei das Hotel bereits am 28. Juni 2024 ein Soft-Opening feierte.

Der ursprünglich 38 Meter hohe Koloss aus dem Zweiten Weltkrieg wurde um fünf pyramidenförmige Etagen auf eine Gesamthöhe von 58 Metern aufgestockt. Ein besonderes Highlight ist der 560 Meter lange „Bergpfad“, der sich spiralförmig an der Außenseite des Bunkers nach oben windet und zum größten öffentlichen Dachgarten Hamburgs führt. Auf den rund 10.000 Quadratmetern Grün- und Gemeinschaftsflächen wurden insgesamt 4.700 Gehölze und 16.000 Stauden gepflanzt, die den Bunker auch im Winter zu 80 Prozent begrünt erscheinen lassen.

Im Inneren der neuen Etagen hat das Reverb by Hard Rock Hamburg seine Pforten geöffnet, ein Hotel mit 134 Zimmern, das sich als lebendiger Treffpunkt für Kunst, Musik und Kultur versteht. Neben dem Hotelbetrieb bietet der „Grüne Bunker“ vielfältige Gastronomie, darunter das Hauptrestaurant La Sala, die dreistöckige Bar Karo&Paul by Frank Rosin sowie das Café Constant Grind. Zudem gibt es eine neue Eventhalle, die Georg Elser Halle, benannt nach dem Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, die Platz für rund 2.200 Menschen bei Konzerten bietet und wochentags für den Schulsport genutzt wird.

Das umfassende Begrünungskonzept dient nicht nur der Ästhetik, sondern erfüllt wichtige ökologische Funktionen: Es fungiert als natürliche Klimaanlage, bindet CO₂ und verbessert die Luftqualität im urbanen Raum. Die extensive Dachbegrünung, die von Wissenschaftlern begleitet wurde, ist Teil des sogenannten „Schwammstadt-Prinzips“, das Regenwasser speichert und so zum Schutz vor Starkregenereignissen beiträgt. Ausgewählte Pflanzenarten, die vor allem im nordeuropäischen und alpinen Raum beheimatet sind, wurden gezielt gewählt, um den extremen Witterungsbedingungen in über 50 Metern Höhe standzuhalten.

Das Projekt integriert zudem einen Gedenk- und Informationsort, der an die Geschichte des 1942 von Zwangsarbeitern errichteten Bunkers und die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Diese Balance zwischen historischer Aufarbeitung und zukunftsweisender Nutzung macht den „Grünen Bunker“ zu einem einzigartigen Symbol des Wandels für St. Pauli und Hamburg, einem Ort, der Geschichte bewahrt und gleichzeitig neue Perspektiven für klimaresiliente Stadtentwicklung und urbanes Zusammenleben eröffnet.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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