Hamburg Update

Farbanschlag auf SPD-Büro in Altona

today21. September 2026 2

Hintergrund
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Unbekannte Täter haben in den frühen Morgenstunden einen Farbanschlag auf das Büro der SPD in Altona verübt. Auf die Fassade des Hauses wurde der Schriftzug „Red Storm Charlie stoppen“ gesprüht. Dieser bezieht sich direkt auf eine aktuelle Großübung der Bundeswehr, die in wenigen Tagen in Hamburg beginnt und bereits im Vorfeld für Diskussionen sorgt.

Die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ ist eine regionale Übung unter der Leitung des Landeskommandos Hamburg und findet vom 24. bis 26. September 2026 statt. Ihr Hauptziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren in einem fiktiven Szenario zu trainieren und die gesamtstaatliche Verteidigung zu stärken. Das Manöver simuliert die vorsorgliche Verlegung militärischer Kräfte an die „Ostflanke des Bündnisgebietes“ und sieht Hamburg dabei als zentrale Drehscheibe für den Transport von Truppen und Material vor.

An „Red Storm Charlie“ sind rund 500 Soldatinnen und Soldaten mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern beteiligt. Neben der Bundeswehr üben auch diverse zivile Organisationen wie die Feuerwehr Hamburg, das Technische Hilfswerk (THW), die Hamburger Polizei sowie weitere Blaulichtorganisationen und Behörden mit. Erstmals nehmen auch private Unternehmen wie Airbus, die Hamburger Hafen und Logistik AG, Hamburg Port Authority, Edeka und Netto Marken-Discount an den Abläufen teil, um die Krisenvorsorge zu stärken und die zivil-militärische Zusammenarbeit zu erproben. Die Übungsbewegungen von Fahrzeugkolonnen finden vorwiegend nachts statt, dennoch kann es im Stadtgebiet zu zeitweisen Verkehrsbehinderungen und erhöhtem Fluglärm durch Hubschraubereinsätze kommen.

Der Schriftzug am SPD-Büro spiegelt die Kritik wider, die sich bereits im Vorfeld der Übung formiert hat. Antimilitaristische Gruppen und Bündnisse rufen zu Protesten gegen „Red Storm Charlie“ auf. Sie kritisieren die Militarisierung des Alltags und die Einbindung ziviler Bereiche in militärische Manöver. Im Rahmen der Proteste sind unter anderem für den 24. September ein „Konzert für den Frieden“, für den 25. September ein bundesweiter Schulstreik am Hachmannplatz sowie für den 26. September eine Kundgebung des DGB gegen Sozialabbau und eine Demonstration des Bündnisses „Kein NATO-Hafen“ geplant. Die Aktivisten sehen einen Zusammenhang zwischen Sozialkahlschlag und der enormen Militarisierung und Aufrüstung.

Die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ ist die dritte ihrer Art in Hamburg, die auf „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) folgt und deren Inhalte weiterentwickelt. Die wissenschaftliche Begleitung und Analyse der Übung durch die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg ist vorgesehen, und eine Fortsetzung der Übungsreihe unter dem Namen „Red Storm Delta“ im Jahr 2027 wird bereits in Betracht gezogen.

Symbolbild – Foto: ksh2000 / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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