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Im Hamburger Landgericht hat der sogenannte Block-Prozess am Montag seinen 75. Verhandlungstag erlebt, der von einem bemerkenswerten Auftritt geprägt war: Otmar Kury, der Ex-Verteidiger von Christina Block, nahm nach mehr als einem Jahr auf dem Zeugenstuhl Platz und äußerte sich zum Fall. Trotz einer nur kurzen Aussagezeit bekräftigte der renommierte Strafrechtler seine Überzeugung und erklärte: „Angeklagte nicht schuldig“.
Kury, der Christina Block in den ersten Tagen des Prozesses noch als Hauptverteidiger vertreten hatte, schied im August 2025 nach nur drei Verhandlungstagen aus dem Verteidigerteam aus; seine Rolle übernahm Anwalt Ingo Bott. Seine Aussage als Zeuge erfolgte auf Antrag der Verteidigerin eines mitangeklagten Sicherheitsunternehmers. Allerdings durfte Kury aufgrund seiner anwaltlichen Schweigepflicht, von der ihn seine ehemalige Mandantin nicht entbunden hatte, die meisten Fragen nicht beantworten.
Dennoch ließ Kury keinen Zweifel an seiner Einschätzung der Vorwürfe. Er betonte, dass sich seine Position, Christina Block sei unschuldig, seit Beginn seiner Tätigkeit als Verteidiger in diesem Prozess nicht geändert habe. Zudem bezeichnete er eine Aussage einer Zeugin bezüglich eines Streits am 2. Januar 2024 als „unwahr“ und „verlogen“. Kury war lediglich wenige Minuten im Zeugenstand, bevor er entlassen wurde.
Der langwierige Prozess dreht sich um die Anklage gegen Christina Block, die beschuldigt wird, die Entführung ihrer damals zehnjährigen Sohnes und ihrer 13-jährigen Tochter vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland in Auftrag gegeben zu haben. Christina Block bestreitet die Vorwürfe vehement. Der Fall ist eng verknüpft mit einem jahrelangen, erbitterten Sorgerechtsstreit zwischen ihr und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel, der bereits 2021 begann, als Hensel die Kinder nach einem Wochenendbesuch nicht zur Mutter zurückbrachte.
Am selben 75. Verhandlungstag wurden auch die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Angeklagten thematisiert, wobei Christina Block und ihr Lebensgefährte Gerhard Delling offenbarten, dass sie Schulden haben und derzeit kein regelmäßiges Einkommen beziehen. Parallel zu den Geschehnissen in Hamburg gab es zudem eine Entscheidung eines dänischen Familiengerichts, das einen Antrag von Christina Blocks Vater, Eugen Block, auf Umgang mit seinen beiden in Dänemark lebenden Enkelkindern ablehnte. Diese Entscheidung ist rechtlich vom Hamburger Strafprozess getrennt, beleuchtet jedoch weiterhin die komplexen familiären Auseinandersetzungen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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