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Der Streit um die Finanzierung der Sanierung des 31er-Ehrenmals in Altona hat eine neue Dimension erreicht. Aktuell dreht sich die Diskussion um die Frage, wer die geschätzten Kosten von über 100.000 Euro für die Restaurierung des Denkmals vor der St. Johanniskirche tragen soll.
Das Ehrenmal, das sich vor der St. Johanniskirche in Altona-Altstadt befindet, wurde 1925 von Überlebenden des Infanterie-Regiments Nr. 31 in Auftrag gegeben. Es entstand nach Entwürfen der Architekten Heinrich Esselmann und Max Gerntke sowie des Bildhauers August Henneberger. Die 8,5 Meter hohe Stele aus farbig glasierten Terrakotten zeigt überlebensgroße, nackte Kriegerfiguren, die antike Waffen tragen und kämpferisches Heldentum als zeitlose Form propagieren sollten. Die Inschrift des Ehrenmals lautet: „Den gefallenen Helden zum dankbaren Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung, den kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung“.
Die Darstellung des Denkmals als Verherrlichung des Krieges führte in den 1990er-Jahren zu einer lebhaften öffentlichen Auseinandersetzung. Die Kirchengemeinde St. Johannis, auf deren Grundstück die Säule steht, beschloss 1994, das von ihr als „Kriegerkultmal“ bezeichnete Denkmal umzugestalten. Im Jahr 1996 wurde daraufhin der in Altona lebende Künstler Rainer Tiedje mit der Realisierung eines Gegendenkmals beauftragt. Tiedje umstellte das Kriegerdenkmal mit drei Acryltafeln, auf denen sich, auf Augenhöhe mit den Kriegern, Männer vor Schmerzen winden. Dies sollte einen Kontrast zu den heroisierenden Figuren darstellen und machte traditionelle Gedenkveranstaltungen ohne Beachtung der dargestellten Schmerzen unmöglich.
Als Baudenkmal ist das Ehrenmal Teil der Denkmalliste Hamburgs, was seine Erhaltung aufgrund seiner geschichtlichen oder künstlerischen Bedeutung im öffentlichen Interesse verankert. In Hamburg ist das Denkmalschutzamt in der Behörde für Kultur und Medien für Erfassung, Schutz und Pflege von Denkmalen zuständig, und alle Maßnahmen, die Substanz oder Erscheinungsbild verändern, bedürfen einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Darüber hinaus gibt es Stiftungen wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Hamburger Denkmalstiftung, die Maßnahmen zur Instandsetzung und Sanierung unterstützen können, oft aber eine Antragstellung vor Projektbeginn und teilweise Eigenbeteiligung der Eigentümer voraussetzen.
Die nun anstehende Sanierung mit Kosten von über 100.000 Euro wirft die Frage auf, wie die Last der Finanzierung für dieses historisch und künstlerisch bedeutsame, aber auch kontrovers diskutierte Denkmal aufgeteilt werden soll, zumal das Denkmal sich auf dem Grundstück der Kirchengemeinde St. Johannis befindet. Die Suche nach einer Lösung dürfte die Diskussion um das 31er-Ehrenmal in Altona weiter begleiten.
Symbolbild – Foto: Aadhithyan Pandian / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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