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Der Hamburger Musikclub Knust feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seit seiner Gründung im Jahr 1976 als Jazzkeller hat sich das Knust zu einer der bekanntesten und prägendsten Bühnen der Stadt entwickelt, die seit fünf Jahrzehnten die Hamburger Musikszene maßgeblich mitgestaltet.
Ursprünglich wurde das Knust 1976 im Souterrain des Hallerschen Geschäftshauses an der Brandstwiete in der Hamburger Altstadt eröffnet. Der Standort hatte bereits eine musikalische Vorgeschichte, denn hier befand sich zuvor der Live-Club Jazzhouse. Ende 2001 musste das alte Knust schließen, da das Gebäude abgerissen wurde. Im Jahr 2003 fand der Club eine neue Heimat in den Räumlichkeiten der ehemaligen Rinderschlachthalle am Neuen Kamp 30 in St. Pauli, nahe dem U-Bahnhof Feldstraße, wo zuvor der Club Schlachthof beheimatet war.
Seitdem hat sich das Knust mit einer Kapazität von rund 500 bis 550 Zuschauern als feste Größe in der Hamburger Konzert- und Clublandschaft etabliert. Es bietet eine Bühne für ein breites Spektrum an Musikstilen, von Indie über Metal bis hin zu Jazz, Hip-Hop und Latin, und beherbergt jährlich etwa 280 Konzerte national und international bekannter Künstler sowie aufstrebender Talente. In seiner Historie traten hier namhafte Künstler wie R.E.M. (die 1984 ihre ersten Deutschland-Konzerte gaben), Heather Nova, Beck und Jeff Buckley auf, aber auch jüngere Acts wie A Day to Remember, Portugal.The Man und Lilly Allen. Das Knust wurde für seine Arbeit auch ausgezeichnet, unter anderem vom Magazin Spex in den Jahren 1992 und 1993 als „Bester Live-Club Deutschlands“.
Heute versteht sich das Knust als Heimstätte für ein vielfältiges Programm, das neben Live-Musik auch Clubnächte, Kopfhörerpartys, Lesungen, Comedy-Shows und Fußballübertragungen, insbesondere der Heimspiele des FC St. Pauli, umfasst. Ein besonderes Merkmal sind die Open-Air-Konzerte auf dem Lattenplatz in den wärmeren Monaten, die oft kostenlos zugänglich sind. Der Club legt Wert darauf, Brücken zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften zu bauen, neue Talente zu entdecken und musikalische Strömungen voranzutreiben.
Das 50-jährige Jubiläum feierte das Knust mit einem speziellen Eventmarathon, der vom 26. Juli bis zum 9. August 2026 stattfand. Im Rahmen dieser Open-Air-Konzertreihe auf dem Lattenplatz und im Saal des Knust gab es täglich verschiedene Veranstaltungen. Höhepunkte waren unter anderem ein achtstündiges Konzert von Bernd Begemann & die Befreiung, sowie Auftritte von Das Bo & Liveband, Tom Hengst und Fortuna Ehrenfeld. Das Jubiläumsprogramm spiegelte die vielfältige Geschichte und den kulturellen Anspruch des Clubs wider und bot eine Mischung aus Indie, Folk, Hip-Hop, Global Sounds und elektronischer Musik.
Symbolbild – Foto: Nicholas Derio Palacios / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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