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Zwei Drogenhilfe-Einrichtungen in Altona vor Schließung

today4. September 2026 8

Hintergrund
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Zwei wichtige Drogenhilfe-Einrichtungen im Bezirk Altona stehen überraschend vor dem Aus. Zum Jahresende soll die Anlaufstelle „Palette“ in Altona-Nord ihre Finanzierung verlieren, während die Wohnunterkunft „Malteser Nordlicht“ in Bahrenfeld bereits im Oktober ihre Türen schließen muss. Diese Entscheidung der Freien und Hansestadt Hamburg, die als Sparmaßnahmen im Suchthilfesystem begründet wird, löst in der Bezirkspolitik und bei den Betroffenen große Besorgnis aus.

Die „Palette“ an der Stresemannstraße 150 hat sich in den letzten sechs Jahren als feste Institution im Stadtteil etabliert, obwohl sie 2020 ursprünglich als vorübergehende Anlaufstelle für Drogenabhängige und Obdachlose geschaffen wurde. Sie bietet niedrigschwellige Unterstützung, insbesondere für Crack-Konsumierende, und leistet unverzichtbare Arbeit, die zum sozialen Frieden vor Ort beigetragen hat. Das Angebot umfasst Einzelgespräche, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, offene Treffpunkte mit warmen Mahlzeiten sowie Beratung für Familien mit Suchtproblemen. Die Sozialbehörde verweist darauf, dass die Einrichtung nur temporär angelegt war und andere Standorte existieren.

Ebenfalls betroffen ist das „Malteser Nordlicht“, eine Wohnunterkunft für bis zu 26 obdachlose, drogenabhängige oder substituierte Männer in Bahrenfeld. Seit über 30 Jahren bietet diese Einrichtung den Bewohnern ein Zuhause auf Zeit, einen geschützten Lebensraum sowie umfassende Unterstützung und menschliche Nähe. Das Malteser Nordlicht leistet 24-Stunden-Betreuung, versorgt die Männer mit drei Mahlzeiten täglich und hilft ihnen bei der Bewältigung bürokratischer Hürden. Für die Bewohner bedeutet die Schließung, einen wichtigen Halt in ihrem Leben zu verlieren.

Die plötzliche Ankündigung der Finanzierungseinstellung, die überraschend in einem Ausschuss verkündet wurde, stößt auf heftige Kritik. Politiker der Linksfraktion und der Grünen in Altona zeigen sich entsetzt und bemängeln die späte Einbeziehung der Bezirkspolitik. Sie betonen die Wichtigkeit der Einrichtungen und die Sorge, dass die Drogenszene sich nun auf andere Stadtteile verlagern und dort zu einer weiteren Belastung führen könnte, insbesondere in bereits stark frequentierten Gebieten wie St. Georg und am Hauptbahnhof. Die Mitarbeitenden des Malteser Nordlichts bemühen sich derzeit intensiv, passende Anschlussangebote für die Bewohner zu finden, stehen aber vor der großen Herausforderung, dass es in Hamburg bereits heute weniger Plätze gibt, als benötigt werden.

Symbolbild – Foto: Eduardo Cano Photo Co. / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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