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Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen hat sich zu mehreren Anschlägen auf die Stromversorgung in Deutschland bekannt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hält die Polizei die vorliegenden Schreiben für authentisch und fahndet nun intensiv nach dem Täter. Die Vorfälle haben eine bundesweite Untersuchung ausgelöst, die sich auf Angriffe auf kritische Infrastruktur konzentriert.
Die Sabotageakte umfassen unter anderem einen Vorfall in Bergheim bei Köln, wo Unbekannte Kabel über Oberleitungen brachten und so einen Kurzschluss verursachten, der fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz nahm. Dies geschah am Dienstagabend. Nur wenige Stunden zuvor, am Dienstagmorgen, hatten Unbekannte in Südbrandenburg bei Turnow-Preilack versucht, die Stromversorgung mittels selbstgebauter Flugkörper zu stören, von denen einer erfolgreich sein Ziel erreichte. Am Donnerstagabend wurde zudem in Dormagen, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, eine mutmaßliche Abschussvorrichtung entdeckt, die den in Bergheim gefundenen Konstruktionen stark ähnelte, jedoch keinen Schaden verursachte. Weitere Polizeieinsätze fanden am Freitagmorgen in Weisweiler bei Aachen statt, da im Bekennerschreiben ein Angriff dort erwähnt wurde, sowie in Ganderkesee in Niedersachsen.
Der mutmaßliche Täter, bei dem es sich um einen deutschen Staatsbürger aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis handeln soll, hat sich als Einzeltäter dargestellt. Als Motiv nannte er in handschriftlich verfassten Briefen „unermessliches Leid“, das durch die Nutzung fossiler Brennstoffe verursacht werde. Er kritisierte zudem Medien und den Staat dafür, die Dringlichkeit der Situation nicht zu vermitteln. Die Tageszeitung „taz“ hatte ein solches Bekennerschreiben zu dem Vorfall in Brandenburg erhalten, das laut Poststempel ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammte und die verwendeten Selbstbauraketen im Detail beschrieb.
Die Ermittlungsbehörden nehmen die Hinweise aus den Bekennerschreiben sehr ernst und prüfen intensiv, ob der Verfasser tatsächlich der Täter ist oder es sich um einen Trittbrettfahrer handelt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul betonte die Ernsthaftigkeit der Lage und bezeichnete die Angriffe als Attacken auf das Land. Auch Brandenburgs Innenminister Jan Redmann unterstrich die Bedrohung der kritischen Infrastruktur in Deutschland und die Notwendigkeit ihres Schutzes, wobei sich die Anzeichen verdichten, dass es sich um einen koordinierten Angriff auf die Energieversorgung handelt.
Die intensive Fahndung nach dem mutmaßlichen Saboteur läuft auf Hochtouren, während die Behörden die Verbindungen zwischen den verschiedenen Vorfällen analysieren und die Sicherheit der kritischen Energieversorgung in Deutschland verstärken. Die allgemeine Stromversorgung war nach Angaben des Energieversorgers Amprion trotz der Vorfälle zu keinem Zeitpunkt betroffen, und die Systemstabilität sei stets gewährleistet gewesen.
Symbolbild – Foto: Pawel Hordjewicz / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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