Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Hamburg – Die deutschen Autofahrer sehen sich mit einem neuen nominellen Preisrekord bei Kraftstoffen konfrontiert. Ein Liter Super E10 erreichte im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Höchststand aus dem März 2022. Ursächlich für diesen Anstieg sind die neuen Kämpfe im Iran, die die globalen Ölmärkte unter Druck setzen. Obwohl Benzin derzeit so teuer ist wie nie zuvor, war der Preis inflationsbereinigt in der Vergangenheit, beispielsweise im Jahr 2012, bereits höher.
Die erneuten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben zu einem spürbaren Anstieg des Ölpreises geführt. Die für Europa maßgebliche Rohölsorte Brent notiert derzeit bei rund 95 US-Dollar je Barrel, was einem Aufschlag von etwa acht Prozent gegenüber der Vorwoche entspricht und die 100-Dollar-Marke in den Blick rücken lässt. Der seit rund sieben Monaten andauernde Konflikt im Nahen Osten hatte zuletzt die heftigste militärische Eskalation seit Juli erlebt. Die Straße von Hormus, durch die vor Kriegsbeginn im Februar etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert wurden, bleibt dabei ein zentraler neuralgischer Punkt, an dem der Iran Berichten zufolge die Kontrollen verschärft hat.
Diese eskalierenden Spannungen im Nahen Osten haben weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft. Analysten befürchten, dass die hohen Energiepreise die Inflation hochhalten und die Notenbanken, darunter auch die Europäische Zentralbank, zu weiteren Zinserhöhungen zwingen könnten, um einer nachhaltigen Verankerung der hohen Inflation entgegenzuwirken. Die Unsicherheit über die Entwicklung des Konflikts trägt zusätzlich zur angespannten Lage an den globalen Märkten bei.
Innerhalb Deutschlands zeigt sich bei den Kraftstoffpreisen eine differenzierte Entwicklung. Während Super E10 einen neuen Rekord verzeichnete, ist der Preis für Diesel im Wochenvergleich leicht gesunken. Aktuellen ADAC-Zahlen zufolge kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel rund 2,183 Euro, ein Anstieg von 2,8 Cent gegenüber der Vorwoche. Ein Liter Diesel lag hingegen bei durchschnittlich 2,232 Euro und damit 1,6 Cent unter dem Niveau der Vorwoche. Der ADAC bewertet das aktuelle Preisniveau weiterhin als unangemessen hoch und sieht es nicht allein durch die Entwicklungen am Rohölmarkt erklärbar. Auch die Raffineriemargen sind so hoch wie seit Jahren nicht mehr, sowohl für Benzin als auch für Diesel, was auf knappe Lagerbestände und Raffinerieausfälle zurückzuführen ist. Die Bundesregierung hat eine Neuauflage des Tankrabatts aufgrund der angespannten Staatsfinanzen abgelehnt.
Das nun übertroffene vorherige Allzeithoch für Super E10 lag am 14. März 2022 bei 2,203 Euro. Im Monatsdurchschnitt erreichte Super E10 im August 2026 mit 2,145 Euro ebenfalls einen neuen Höchststand, während Diesel im selben Monat sogar um fast 13 Cent auf durchschnittlich 2,223 Euro pro Liter anstieg. Um den hohen Spritkosten entgegenzuwirken, empfiehlt der ADAC Autofahrern, die Preise zu vergleichen und möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken, da die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf zu dieser Zeit in der Regel am niedrigsten sind.
Symbolbild – Foto: Peter Jochim / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)