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Der dänische Nachrichtendienst hat öffentlich vor einer Zunahme russischer Sabotageakte in Europa gewarnt und davor, für Spionage angeworben zu werden. Diese Warnung unterstreicht eine besorgniserregende Entwicklung, da sich die Meldungen über solche Aktionen und Hinweise auf eine russische Beteiligung in verschiedenen europäischen Ländern häufen. Die Bedrohung durch russische Geheimdienste und deren hybride Kriegsführung wird von europäischen Sicherheitsbehörden zunehmend ernst genommen.
Der dänische Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET konkretisierte die Warnung und gab an, dass Moskau aktiv Sabotageakte plane, die auf die Verteidigungsindustrie in Dänemark abzielen. Ziel seien insbesondere Unternehmen, die Waffen für die Ukraine herstellen. Es wird davon ausgegangen, dass Russland unter anderem Brandstiftungen plant, um Angst zu verbreiten und Lieferungen in die Ukraine zu stoppen. Zudem versuchen die russischen Dienste, „ganz normale Dänen“ über soziale Medien und Spiele-Plattformen für Aufgaben wie das Fotografieren von Firmengeländen oder kritischer Infrastruktur anzuwerben, wobei solche Aufnahmen als Grundlage für spätere Anschläge dienen könnten. Solche angeworbenen Personen werden häufig als sogenannte „Wegwerfagenten“ oder „Low-Level-Agents“ bezeichnet, die für kleinere Verbrechen angeheuert werden, oft ohne die Auftraggeber oder das volle Ausmaß ihrer Tätigkeit zu kennen.
Auch andere europäische Länder sind von einer Welle russischer Sabotage und Spionage betroffen. Deutschland verzeichnete beispielsweise laut einem Bericht des Londoner Thinktanks International Institute for Strategic Studies (IISS) bis Ende 2024 die meisten physischen Angriffe auf kritische Infrastruktur. Jüngst machte die Bundesregierung Russland für einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich, bei dem eine mit Sprengsätzen bestückte Drohne nahe eines ukrainischen Flugzeugs entdeckt wurde. Darüber hinaus gab es Berichte über Drohnenkampagnen, bei denen russische Drohnen monatelang über Flughäfen, Militärbasen und Einrichtungen kritischer Infrastruktur in insgesamt 13 NATO-Staaten spionierten. Die Anzahl der verdächtigen russischen Sabotagevorfälle gegen Infrastruktur wie Gaspipelines und Kommunikationskabel stieg in den Jahren 2023 und 2024 europaweit stark an.
Die mutmaßlichen Motivationen hinter diesen Handlungen reichen von der Sammlung von Informationen, insbesondere nach der Ausweisung vieler russischer Diplomaten, bis hin zum Testen der Reaktionsfähigkeit der NATO-Staaten und dem Schüren von Angst. Trotz der zunehmenden Beweislage bestreitet die russische Regierung jegliche Beteiligung an hybrider Kriegsführung. Die Europäische Union hat die anhaltenden hybriden Aktivitäten Russlands aufs Schärfste verurteilt und kündigte als Reaktion auf den Vorfall in Leipzig ein umfassendes neues Sanktionspaket an, das 1.600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex Russlands betreffen soll.
Angesichts der eskalierenden Bedrohungslage ist es von grundlegender Bedeutung, dass die dänische Verteidigungsindustrie und andere europäische Akteure die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um sich zu schützen. NATO-Vertreter beschrieben das Niveau der Sabotagebedrohungen im Jahr 2025 als „Rekordhoch“ und sehen in der russischen Subversionskampagne eine ernsthafte Sicherheitsherausforderung für Europa. Europäische Geheimdienste, darunter auch die deutschen, warnen einhellig vor einer Zunahme hybrider Angriffe und der Notwendigkeit einer verstärkten Wachsamkeit.
Symbolbild – Foto: Serhii Bondarchuk / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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