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ARD-DeutschlandTrend: Deutsche fühlen sich durch Russland bedroht

today3. September 2026 6

Hintergrund
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Eine aktuelle Umfrage des ARD-DeutschlandTrends offenbart ein deutliches Bild der deutschen Gefühlslage: Eine Mehrheit der Deutschen empfindet die Sicherheit des Landes durch Russland stark bedroht. Demnach sehen 56 Prozent der Befragten des neuesten ARD-„Deutschlandtrends“ die Bundesrepublik derzeit als sehr stark oder stark von Russland bedroht an. Lediglich 39 Prozent der Befragten halten Russland für kaum eine oder gar keine Bedrohung. Der jüngste „Deutschlandtrend“, durchgeführt von Infratest dimap, befragte 1.319 Wahlberechtigte und liefert damit ein repräsentatives Stimmungsbild.

Das Bedrohungsgefühl zeigt sich dabei differenziert über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg. Besonders ältere Menschen und Anhänger fast aller Bundestagsparteien teilen diese Sorge, wie auch die Ausgangsmeldung betont. Genauer fühlen sich 16 Prozent der Befragten „sehr stark“ und weitere 40 Prozent „stark“ bedroht. Auffallend ist auch der deutliche Unterschied zwischen den Regionen: Während 59 Prozent der Westdeutschen Russland als starke oder sehr starke Bedrohung für die deutsche Sicherheit wahrnehmen, sind es in den ostdeutschen Ländern nur 42 Prozent. Bei der Anhängerschaft der Union und der Grünen ist das Bedrohungsgefühl mit jeweils 73 Prozent besonders hoch ausgeprägt. Anders verhält es sich bei den Wählern der AfD und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), wo eine Mehrheit keine oder nur eine geringe militärische Gefahr durch Russland sieht.

Dieses ausgeprägte Bedrohungsgefühl ist nicht zuletzt auf aktuelle Ereignisse und die geopolitische Lage zurückzuführen. Die Umfrage fand während eines mutmaßlichen Drohnen-Vorfalls am Flughafen Leipzig/Halle statt, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich machte. Hinzu kommt der nunmehr viereinhalb Jahre andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, in dem Deutschland ein wichtiger politischer und militärischer Unterstützer Kiews ist. Bereits im Jahr 2024 wurde die militärische Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands durch Russland verstärkt wahrgenommen, und 65 Prozent der Befragten sahen die nationale Sicherheit durch das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine und die Aufrüstung der russischen Streitkräfte als bedroht an. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bezeichnete den russischen Kurs jüngst als „aggressive“ und „imperialistische Ambitionen“, die eine Anpassung der deutschen Verteidigungsfähigkeit erforderten.

Neben der direkten militärischen Bedrohung beunruhigen die Deutschen auch andere potenzielle Angriffsformen. Zwei Drittel der Befragten äußerten Sorgen, dass Cyberangriffe, Sabotageakte oder gezielte Desinformation das Leben in Deutschland beeinträchtigen könnten. Obwohl die allgemeine Sorge vor einem direkten militärischen Angriff Russlands auf Deutschland in einer separaten Umfrage im Mai 2026 im Vergleich zu September 2025 leicht zurückgegangen ist – von 52 auf 38 Prozent – bleibt die umfassendere Wahrnehmung einer Bedrohung für die nationale Sicherheit durch Russland weiterhin hoch. Die Investitionen in die Bundeswehr und die Erhöhung der Verteidigungsausgaben werden vor diesem Hintergrund als notwendige Reaktion auf die veränderte Bedrohungslage durch Russland begründet.

Symbolbild – Foto: Andrea Piacquadio / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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