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Die Dienstwagenflotte der Hamburger Senatoren steht erneut im Fokus der Kritik. Zwar rangiert Hamburg im bundesweiten Dienstwagen-Check der Landesregierungen auf Platz vier, doch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußert deutliche Bedenken. Die Umweltschutzorganisation hat der Hansestadt aufgrund eines durchschnittlichen CO2-Ausstoßes von 117 Gramm pro Kilometer für ihre Senatsflotte eine „Rote Karte“ verliehen. Dies liegt deutlich über dem Grenzwert von 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer, ab dem die DUH eine solche Bewertung vergibt.
Die DUH kritisiert, dass viele Spitzenpolitikerinnen und -politiker in Bund und Ländern wieder zunehmend auf Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren setzen und ihre Vorbildfunktion in puncto Klimaschutz verfehlen. Besonders hervorgehoben wird dabei der „Rückwärtsgang im Klimaschutz“, da in einigen Fällen sparsame Elektroautos durch klimaschädliche Plug-in-Hybride ersetzt wurden. In Hamburg betrifft diese Kritik explizit Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), die laut DUH entsprechende Fahrzeugwechsel vorgenommen haben sollen.
Im Mai 2022 war die Hamburger Dienstwagenflotte im CO2-Ausstoß-Vergleich der Landesregierungen sogar auf Platz fünf zurückgefallen, nachdem sie im Vorjahr noch Platz vier und 2019 sogar Platz zwei belegt hatte. Der damalige Durchschnittswert lag bei 211 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer, während Berlin mit 137 Gramm den geringsten Flottenausstoß aufwies. Erfreulicherweise gibt es jedoch auch positive Entwicklungen innerhalb des Hamburger Senats: Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein konnte den CO2-Ausstoß ihres Dienstwagens durch den Umstieg auf ein Elektroauto von 134 auf 50 Gramm je Kilometer reduzieren und sammelte damit Pluspunkte bei der DUH. Auch Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) wird gelobt, da er als einziger Senator vollständig auf einen Dienstwagen verzichtet.
Insgesamt moniert die Deutsche Umwelthilfe, dass lediglich 29 Prozent der Dienstwagen auf Landesebene reine Elektroautos sind. Die Organisation fordert von den Politikerinnen und Politikern, bei der Neubeschaffung konsequent auf Elektroautos zu setzen und den Kauf von Plug-in-Hybriden zu vermeiden, da diese in der Praxis oft überwiegend mit Verbrennungsmotor gefahren werden. Die DUH berechnet für Plug-in-Hybride einen elektrischen Fahranteil von lediglich etwa 11 Prozent.
Symbolbild – Foto: Malte Luk / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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