Hamburg Update

Steinstraße in der Innenstadt wird zur Flaniermeile

today31. August 2026

Hintergrund
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Die Bauarbeiten zur umfassenden Umgestaltung der Steinstraße in der Hamburger Innenstadt haben offiziell begonnen und markieren einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer lebendigen Flaniermeile. Bis Mitte 2028 soll die Verkehrsader, die sich zwischen Johanniswall/Speersort und Hammaburg-Platz/Klosterwall erstreckt, deutlich mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer bieten. Das Projekt, das sich über rund 570 Meter erstreckt, wird die Steinstraße in eine sogenannte „grüne Allee“ verwandeln. Die Fertigstellung ist für den 1. Juli 2028 geplant.

Kernstück der Umgestaltung ist die Einrichtung einer Kommunaltrasse. Zukünftig dürfen diesen Abschnitt der Steinstraße ausschließlich Busse, Taxis, Fahrräder sowie Liefer- und Rettungsfahrzeuge befahren. Der private Durchgangsverkehr wird dadurch vollständig entfallen. Die Fahrbahnbreite wird drastisch von ehemals bis zu 17 Metern auf 6,5 Meter reduziert, was die Querung der Straße für Fußgänger erheblich erleichtert. Ergänzend entstehen auf beiden Seiten der Straße separate, zwei Meter breite Radwege, die durch Grün- oder Mehrzweckstreifen von der Fahrbahn getrennt sind. Zudem wird auf der gesamten Strecke Tempo 30 gelten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Begrünung. Geplant ist die Pflanzung von 50 bis 58 neuen Bäumen, die eine durchgehende „grüne Allee“ bilden sollen. Diese Bäume dienen nicht nur dem Lärmschutz, sondern sollen in den Sommermonaten auch Schatten spenden und durch Verdunstungskühlung das Stadtklima positiv beeinflussen. Die neu gewonnenen breiteren Nebenflächen ermöglichen zudem mehr Platz für Außengastronomie und die Schaffung von drei zusätzlichen barrierefreien Querungsstellen für Fußgänger, darunter eine mit einer „Schlafampel“. Auch neue Abstellmöglichkeiten für Lastenräder sind vorgesehen.

Das ambitionierte Vorhaben ist Teil des „Handlungskonzepts Innenstadt“ der Freien und Hansestadt Hamburg und zielt darauf ab, die Attraktivität des Stadtzentrums nachhaltig zu steigern. Es soll insbesondere die Verbindung zwischen der Einkaufsinnenstadt und dem Kontorhausviertel stärken und die Aufenthaltsqualität verbessern. Die Kosten für die Umgestaltung der Steinstraße werden auf 14,2 Millionen Euro geschätzt. Den Anstoß für die neue Verkehrsplanung gaben bereits im Jahr 2021 gewonnene Erkenntnisse aus einer vorübergehenden Busumleitung während des barrierefreien Ausbaus der U-Bahn-Linie U3.

Während der zweijährigen Bauzeit, die vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) koordiniert wird, müssen sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf abschnittsweise Einschränkungen einstellen. Die Steinstraße ist für private Autos westwärts bereits seit 2021 gesperrt; ostwärts bleibt vorerst eine Fahrspur in Richtung Hauptbahnhof erhalten. Buslinien erfahren teilweise Umleitungen, und Radfahrer, die westwärts unterwegs sind, werden über Klosterwall und Mönckebergstraße umgeleitet. Provisorische Verkehrsführungen sollen jedoch sicherstellen, dass Anlieger, Geschäfte und Garagenzufahrten erreichbar bleiben und die Einsatzfähigkeit von Rettungsdiensten gewährleistet ist. Im Frühjahr 2027 ist voraussichtlich eine zweimonatige Vollsperrung eines Abschnitts zwischen Kattrepel und Jakobikirchhof (Ost) geplant.

Symbolbild – Foto: Robin Stolk / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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