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Hamburg, 31. August 2026 – Eine Protestaktion hat heute am Bismarck-Denkmal in Hamburg für Aufsehen gesorgt. Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ versammelte sich mit einem Großbanner, um gegen die bevorstehende Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie“ zu demonstrieren. Die Aktivisten richten sich mit ihrer Aktion gezielt gegen die für Ende September geplante Militärübung in der Hansestadt.
Die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ ist vom 24. bis 26. September 2026 angesetzt und wird zum dritten Mal in Folge im und um den Hamburger Hafen stattfinden. Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und zivilen Kräften im Krisenfall zu trainieren. Insbesondere wird die Verlegung von Truppen und Material über den Verkehrsknotenpunkt Hamburg für den Einsatz an der Ostflanke des NATO-Bündnisgebietes geübt. An der dreitägigen Übung beteiligen sich rund 500 Soldatinnen und Soldaten sowie eine deutlich erhöhte Anzahl von etwa 60 zivilen Organisationen. Dazu zählen unter anderem Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk (THW) sowie Unternehmen wie die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), der Hamburger Airport, Airbus und Edeka.
Das Übungskonzept von „Red Storm Charlie“ wurde aus den Vorgängerübungen „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) weiterentwickelt und legt einen Schwerpunkt auf die zivil-militärische Zusammenarbeit. Trainiert werden komplexe Szenarien wie nächtliche Kolonnenfahrten von bis zu 70 Bundeswehrfahrzeugen durch das Stadtgebiet, Drohnenabwehr, ein simulierter Chemieunfall, ein Massenanfall von Verletzten bei Blohm+Voss oder die Bergung von Personen aus eingestürzten Häusern. Kapitän zur See Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, betonte, dass Verteidigung und Resilienz gesamtgesellschaftliche Aufgaben seien, die nicht allein von der Bundeswehr geleistet werden könnten.
Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hat seine umfassenden Protestaktionen gegen Aufrüstung und Krieg bereits seit längerem angekündigt. Sie organisieren „Aktionstage“ in Hamburg vom 23. bis 26. September 2026, die mit einer Eröffnungsveranstaltung im Alten Elbpark beginnen und eine zentrale Anlaufstelle, die sogenannte „Störmanöver-Zentrale“, in der Nähe der U-Bahn-Station St. Pauli umfassen. Das Bündnis, das sich auch gegen Waffenexporte und den „neuen deutschen Imperialismus“ wendet, plant Diskussionsveranstaltungen, dezentrale Aktionen im gesamten Stadtgebiet sowie eine Demonstration am 26. September um 15 Uhr von den Landungsbrücken aus. Auch ein Schulstreik gegen die Wehrpflicht ist für den 25. September vorgesehen. Das Bündnis hatte bereits im Vorjahr gegen die Übung „Red Storm Bravo“ protestiert.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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