Hamburg Update

Hamburgs teuerster Schulbau eröffnet

today31. August 2026 1

Hintergrund
share close

Hamburg hat heute die Türen zu einem seiner teuersten und spektakulärsten Schulbauprojekte geöffnet: Am Campus Struenseestraße wurden offiziell drei Schulen unter einem Dach vereint. Die Ganztagsschule an der Elbe, das Struensee-Gymnasium und das Deutsch-Französische Gymnasium bilden nun einen modernen Bildungsstandort in Altona-Altstadt. Die Eröffnung markiert den Abschluss eines Bauvorhabens, das nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch eine wichtige Investition in die Bildungslandschaft der Hansestadt darstellt.

Bildungssenatorin Ksenija Bekeris eröffnete den Campus gemeinsam mit den Schulleitungen und der Geschäftsführung von SBH | Schulbau Hamburg. Mit Investitionen von rund 132 Millionen Euro entstand auf einer Grundstücksfläche von circa 28.500 Quadratmetern ein weitläufiger Campus für rund 2.200 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 250 Lehrkräfte. Das Projekt wird als eines der sichtbarsten und markantesten Schulbauprojekte Hamburgs beschrieben und soll eine neue Aufbruchstimmung in das Schulleben bringen. Die Schulen zogen bereits nach den Frühjahrsferien ein, und der Betrieb hat seitdem begonnen.

Der neue Campus, dessen Entwurf von der ARGE Rohdecan Querfeldeins stammt, umfasst drei separate Schulgebäude – eines für die Ganztagsschule und ein gemeinsames Gebäude für die beiden Gymnasien – sowie zwei gestapelte Sporthallen und eine große Aula, die als zentraler Treffpunkt dient. Die Architektur besticht durch markante Fassaden aus Keramik, Sichtbeton und farbigen Tonziegeln. Besonders auffällig sind die konkaven Keramikplatten, die eine wellenförmige Struktur erzeugen und damit eine optische Referenz an die Elbphilharmonie herstellen. Die Gebäude des Struensee-Gymnasiums und des Deutsch-Französischen Gymnasiums präsentieren sich in roten und grünen Ziegelfassaden, während das Gebäude der Ganztagsschule an der Elbe grüne Ziegel aufweist.

Die Realisierung des Projekts war ein umfangreiches Unterfangen, das bereits 2019 mit dem Abriss der vorherigen Gebäude der Haupt- und Realschule Königstraße begann. Dem Neubau gingen aufwendige Kampfmittelsondierungen und Bodensanierungen voraus. Während der Bauarbeiten, die im Sommer 2023 starteten, wurden die drei Schulen an Interimsstandorten untergebracht. Im Juni 2023 erfolgte die Vergrabung einer Zeitkapsel und im September 2024 wurde Richtfest gefeiert. Bemerkenswert sind auch archäologische Funde, die bei den Arbeiten gemacht wurden, darunter Spuren eines Keramikbetriebs aus dem 17. Jahrhundert und eine Fayence-Manufaktur aus dem 18. Jahrhundert.

Der neue Schulcampus Struenseestraße ist nicht nur ein Bildungszentrum, sondern auch ein wichtiger städtebaulicher Baustein für Altona-Altstadt. Mit seinen großzügigen Außenflächen und der zentralen Aula, die für schulische Veranstaltungen, Begegnungen und Ganztagsangebote genutzt werden soll, schafft der Campus neue Verbindungen zwischen schulischer Nutzung und dem öffentlichen Stadtraum. Die Fertigstellung und offizielle Eröffnung bedeuten für die Region einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung moderner Bildungslandschaften.

Symbolbild – Foto: Aadhithyan Pandian / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet