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Der Hamburger SV verbucht einen bemerkenswerten Erfolg mit seinem innovativen Finanzierungsmodell: In den ersten vier Wochen nach Verkaufsstart hat der Verein sechs Millionen Euro durch den Verkauf von Anteilen an der Genossenschaft „Supporters Trust“ eingenommen. Dieser vielversprechende Auftakt lässt den Verein optimistisch auf das Ziel blicken, in der ersten Verkaufsphase insgesamt bis zu 16 Millionen Euro zu generieren. Die Initiative ermöglicht es Fans und Anhängern, sich direkt an der zukünftigen Entwicklung des Klubs zu beteiligen und stellt ein in dieser Form historisches und einmaliges Modell im deutschen Profifußball dar.
Der „Supporters Trust“ wurde auf Wunsch der Mitglieder des HSV e.V. gegründet, um engagierten Anhängern eine strukturierte Möglichkeit zur langfristigen Mitgestaltung der wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins zu bieten. Während der HSV e.V. als gemeinnützige Organisation Mitgliedsbeiträge ausschließlich für den Vereinszweck einsetzen darf, bietet der Trust eine legale und transparente Ergänzung. Er bündelt das freiwillig bereitgestellte Kapital seiner Mitglieder, um gezielt in neu ausgegebene Aktien der HSV Fußball AG & Co. KGaA und in langfristige Projekte zu investieren, ohne die laufende Vereinsarbeit zu belasten.
Die durch den Anteilsverkauf generierten Mittel sind primär für die Stärkung und Modernisierung der Infrastruktur des Volksparkstadions sowie für fan-nahe Projekte vorgesehen. Konkret sollen die Einnahmen von den angestrebten 16 Millionen Euro in Maßnahmen fließen, die das Stadionerlebnis spürbar verbessern. Dazu zählen der Ausbau und die Erneuerung der sanitären Anlagen, ein hochwertigeres Catering-Angebot sowie die Installation neuer Torfangnetze zur Verbesserung der Sicht von den Rängen. Langfristig ist zudem eine Kapazitätserhöhung des Volksparkstadions von 57.000 auf perspektivisch 60.000 Plätze geplant.
Die offizielle Gründung des HSV Supporters Trust erfolgte am 5. Mai 2026, der Verkauf der Anteile startete bereits am 8. Mai. Zunächst hatten HSV-Mitglieder ein zehntägiges exklusives Vorkaufsrecht, gefolgt von Dauerkarteninhabern, bevor der Verkauf für die breite Öffentlichkeit geöffnet wurde. Angeboten werden 18.870 Anteile, eine Zahl, die sich am Gründungsjahr des Vereins (1887) orientiert. Jeder Anteil ist zu einem Preis von 887 Euro erhältlich, wobei 87 Euro davon als Eintrittsgeld in die Kapitalrücklage fließen. Zahlreiche prominente Vereinsgesichter, darunter Präsident Henrik Köncke, Vizepräsidentin Laura Ludwig, Trainer Merlin Polzin, Mannschaftsmitglieder wie die Vuskovic-Brüder und Vereinslegenden wie Horst Hrubesch, unterstützen die Initiative aktiv und haben selbst Anteile erworben. Auch Unternehmen können sich beteiligen, mit einem Mindestengagement ab 21 Anteilen.
Mit dem Supporters Trust setzt der Hamburger SV auf ein Modell, das eine enge Bindung zwischen Verein und Anhängerschaft pflegt und gleichzeitig wichtige Investitionen für die Zukunft des Klubs ermöglicht. Es ist eine bewusste Entscheidung für fanbasierte Teilhabe, die dem Verein in Zeiten steigender Anforderungen an die Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit eine stabile, hanseatisch geprägte Struktur verleihen soll. Die große Resonanz in den ersten vier Wochen unterstreicht die starke Identifikation der Fans mit ihrem Verein und ihren Willen, dessen Weg aktiv mitzugestalten.
Symbolbild – Foto: Md Jawadur Rahman / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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