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Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks hat eine Vereinbarung für eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau der U5 bis nach Schenefeld unterzeichnet. Damit wird die Möglichkeit einer Erweiterung des Hamburger U-Bahn-Netzes über die Stadtgrenzen hinaus untersucht. Diese Initiative markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der regionalen Schnellbahninfrastruktur und könnte die Anbindung des westlichen Hamburger Umlandes maßgeblich verbessern.
Die U5 ist das größte Schieneninfrastrukturprojekt Hamburgs und befindet sich bereits in verschiedenen Bauabschnitten. Die Linie soll zukünftig von Bramfeld im Nordosten durch die Innenstadt bis nach Lurup und Osdorfer Born im Westen führen. Ursprünglich war für die Anbindung von Lurup und dem Osdorfer Born eine S-Bahn-Verlängerung (ehemals S32, dann S6) nach Schenefeld im Gespräch. Eine Machbarkeitsstudie im Sommer 2023 für diese S-Bahn-Option wurde jedoch von Schleswig-Holstein aufgrund eines unzureichenden Nutzen-Kosten-Verhältnisses abgelehnt.
Nachdem Hamburg im Frühherbst 2025 überraschend von der S-Bahn-Planung auf die U5 für den Anschluss von Lurup und dem Osdorfer Born gewechselt war, da diese als schneller und wirtschaftlicher realisierbar gilt, wurde die Frage einer Weiterführung der U5 nach Schenefeld neu aufgeworfen. Hamburgs Staatsrat Martin Bill trat daraufhin an Schleswig-Holsteins Staatssekretärin Susanne Henckel heran. In der Folge signalisierten die Landrätin des Kreises Pinneberg, Elfi Heesch, und die Bürgermeisterin der Stadt Schenefeld, Christiane Küchenhof, ihre Bereitschaft zur Prüfung der U5-Verlängerung.
Die nun vereinbarte Machbarkeitsstudie zur U5-Verlängerung in den Kreis Pinneberg wird rund 535.000 Euro kosten. Diese Kosten sollen vom Land Schleswig-Holstein, dem Kreis Pinneberg und der Stadt Schenefeld gemeinsam getragen werden. Der Verkehrsausschuss des Kreistages Pinneberg stimmte der entsprechenden Drucksache bereits am 14. April 2026 einstimmig zu, was den großen politischen Willen in der Region unterstreicht. Eine Verlängerung der U5 von Osdorf bis nach Schenefeld würde eine zusätzliche Strecke von rund 1,5 Kilometern umfassen, für die Planungs- und Baukosten von deutlich über 400 Millionen Euro veranschlagt werden.
Die U5 soll nach aktuellem Stand bis etwa 2040 den Osdorfer Born erreichen. Mit der U5 West sollen rund 64.000 Einwohnerinnen und Einwohner erstmals einen direkten Anschluss an das Hamburger Schnellbahnnetz erhalten, und die Fahrzeiten vom Osdorfer Born zum Hauptbahnhof sich von 36 auf voraussichtlich 22 Minuten verkürzen. Eine U-Bahn-Anbindung Schenefelds wird zudem als vorteilhaft für Hamburg angesehen, da dies zu einer Reduzierung des einpendelnden Autoverkehrs beitragen könnte. Eine besondere Herausforderung bei der Planung stellen die Forschungseinrichtungen DESY, European XFEL und der Innovationspark Altona dar, deren sensible Geräte während Bau und Betrieb der U-Bahn nicht durch Erschütterungen oder elektromagnetische Felder beeinträchtigt werden dürfen.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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