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Hamburger Polizei plant Drohnen-Einsatz und löst Reiterstaffel auf

today21. August 2026

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Die Hamburger Polizei steht vor einer umfassenden Umstrukturierung ihrer Einsatzmittel. Wie nun bekannt wurde, plant die Behörde, ihre beiden Hubschrauber „Libelle 1“ und „Libelle 2“ durch ein stadtweites Drohnennetz abzulösen. Zeitgleich wird die traditionsreiche Reiterstaffel bis Ende 2027 abgeschafft. Hauptgründe für diese weitreichenden Entscheidungen sind die angestrebte Kostenersparnis sowie die Optimierung der polizeilichen Effizienz und Relevanz für zukünftige Aufgaben.

Die Auflösung der Reiterstaffel, die seit ihrer Wiedereinführung im Jahr 2010 unter anderem bei Großdemonstrationen und Fußballspielen zum Einsatz kam, wird bis Ende 2027 erfolgen. Diese Maßnahme soll der Polizei Einsparungen von rund 1,1 Millionen Euro ermöglichen. Die zehn Reiterinnen und Reiter werden dabei nicht entlassen, sondern sollen in andere Bereiche der Polizei versetzt werden, beispielsweise in die Drohnenabwehr. Der Zeitpunkt der Auflösung ist an den Mietvertrag für die Pferdeställe in Pinneberg gebunden. Was mit den Dienstpferden geschehen wird, ist derzeit noch unklar. Bereits 1975 war die Reiterstaffel aus Kostengründen schon einmal aufgelöst worden.

Auch die Ära der Polizeihubschrauber „Libelle 1“ und „Libelle 2“ nähert sich ihrem Ende. Die mehr als 20 Jahre alten Hubschrauber, die im vergangenen Jahr in rund 500 Einsätzen mehr als 3 Millionen Euro kosteten, sollen bis zum Ende ihrer Lebensdauer weiterfliegen, dann aber nicht ersetzt werden. Die Hubschrauberstaffel, die seit 1961 besteht und jeden Punkt in Hamburg innerhalb von sieben Minuten erreichen kann, war bisher für Aufgaben wie Verkehrsüberwachung, Umweltkontrolle, Fahndung, Observation und Unterstützung bei Großlagen zuständig.

Stattdessen setzt die Hamburger Polizei verstärkt auf Drohnentechnik. Ein stadtweites Drohnennetz, dessen Fluggeräte auf ausgewählten Dächern von Polizeiwachen stationiert werden sollen, soll die bisherigen Hubschraubereinsätze übernehmen. Drohnen sind in Hamburg bereits seit 2021 ein fester Bestandteil der polizeilichen Arbeit, mit aktuell etwa 40 Systemen und 150 ausgebildeten Drohnenführern. Sie kommen bereits bei der Überwachung des Hamburger Hafens, bei Großveranstaltungen, Demonstrationen und auch bei der Verfolgung von Verkehrsverstößen zum Einsatz.

Die Vorteile der Drohnen liegen in der schnellen Einsatzbereitschaft – sie sind innerhalb von Sekunden in der Luft und können innerhalb weniger Minuten am Einsatzort sein – sowie in der Kostenersparnis und der Möglichkeit zur effizienteren Lageeinschätzung und Ressourcenplanung. Ein Pilotprojekt erprobt zudem bereits autonom startende Drohnen aus festen Stationen, die zukünftig Einsätzen vorausfliegen und Live-Bilder in die Leitstelle senden könnten. Diese technologische Weiterentwicklung verspricht, die Polizeiarbeit in Hamburg nachhaltig zu revolutionieren, obwohl vollautonome Flüge rechtlich noch Zukunftsmusik sind.

Symbolbild – Foto: Joerg Mangelsen / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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