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Die US-Pharmaunternehmen Moderna und Merck haben einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung eines Impfstoffs gegen schwarzen Hautkrebs erzielt. Finale Ergebnisse einer klinischen Phase-3-Studie zeigen große Hoffnung auf eine effektive Behandlung der Erkrankung. Die personalisierte mRNA-Vakzine, bekannt als Intismeran Autogene (auch mRNA-4157 oder V940), zeigte in Kombination mit Mercks Immuntherapeutikum Keytruda (Pembrolizumab) eine signifikante Verbesserung des rezidivfreien Überlebens und des Überlebens ohne Fernmetastasen. Dieser Forschungserfolg hat bereits die Aktienkurse beider Unternehmen deutlich beflüchtigt.
Der Impfstoff namens Intismeran Autogene ist eine individualisierte Neoantigentherapie (INT), die speziell auf den Tumor jedes einzelnen Patienten zugeschnitten wird. Nach der chirurgischen Entfernung des Tumors wird Tumorgewebe genetisch sequenziert, um bis zu 34 tumorspezifische Neoantigene zu identifizieren. Darauf basierend wird eine synthetische mRNA-Zusammensetzung hergestellt, die das Immunsystem trainieren soll, diese einzigartigen Krebsmarker zu erkennen und anzugreifen. Die Gabe erfolgt in Kombination mit Keytruda, einem PD-1-Blocker, der die körpereigene Abwehr zusätzlich aktiviert und die T-Zell-Antwort verstärken soll. Der gesamte Prozess von der Tumoranalyse bis zur Lieferung der Vakzine dauert etwa sechs Wochen.
Die positive Wirkung der Kombinationstherapie wurde in der Phase-3-Studie INTerpath-001 mit insgesamt 1.137 Patienten untersucht, die an einem chirurgisch entfernten Hochrisiko-Melanom der Stadien IIB bis IV litten. Die Daten zeigten statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen gegenüber einer alleinigen Behandlung mit Keytruda. Frühere Fünf-Jahres-Daten aus der Phase-2b-Studie KEYNOTE-942 belegten bereits eine Reduktion des Risikos für ein Tumorrezidiv oder Tod um 49 Prozent sowie eine Reduktion des Risikos für Fernmetastasen oder Tod um 59 Prozent. Die Verträglichkeit der Kombinationstherapie war dabei gut, wobei hauptsächlich typische Impfreaktionen wie Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle und Schüttelfrost als Nebenwirkungen bekannt waren und keine neuen Sicherheitssignale in der Phase-3-Studie auftraten.
Dieser Durchbruch wird als ein „Meilenstein“ und ein „bedeutender Fortschritt“ in der Krebsimmuntherapie gewertet, da es sich um die erste erfolgreiche Spätphasenstudie für eine mRNA-basierte Krebstherapie handelt. Die Ergebnisse bestätigen das Potenzial der mRNA-Technologie, die durch COVID-19-Impfstoffe weltweit bekannt wurde, nun auch im Bereich der Onkologie ein erfolgreiches zweites Kapitel aufzuschlagen. Der Impfstoff ist therapeutischer Natur, das heißt, er ist für die Behandlung bereits erkrankter Personen konzipiert. Experten sehen darin nicht nur neue Hoffnung für Melanom-Patienten, sondern auch weitreichende Implikationen für die Behandlung anderer solider Tumoren, da ähnliche Ansätze bereits für Lungen-, Nieren-, Blasen-, Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs getestet werden.
Moderna und Merck planen, die detaillierten Studiendaten auf einer bevorstehenden internationalen medizinischen Fachtagung zu präsentieren und anschließend bei den Zulassungsbehörden einzureichen. Es besteht die Möglichkeit, ein beschleunigtes Zulassungsverfahren anzustreben, wodurch Tausende von Hochrisiko-Melanom-Patienten bereits im nächsten Jahr von dieser innovativen Behandlung profitieren könnten. Für Merck eröffnet sich zudem ein wichtiger neuer Wachstumsmarkt angesichts des bevorstehenden Patentablaufs für Keytruda.
Symbolbild – Foto: Max Mishin / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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