Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Hamburgs größte Baustellen fordern die Geduld der Hansestädter weiterhin heraus: Während die Arbeiten an der Sternbrücke länger als ursprünglich geplant dauern werden, steht in der kommenden Woche der Start einer neuen Großbaustelle am Schlump bevor. Diese Großprojekte stellen die Infrastruktur der Stadt vor erhebliche Herausforderungen und erfordern weitreichende Verkehrsführungen.
Besonders an der Sternbrücke müssen sich Autofahrer auf weitere Verzögerungen einstellen. Ursprünglich sollte die Stresemannstraße bereits am 2. September für den Autoverkehr wieder freigegeben werden. Nun wird die Vollsperrung aufgrund zusätzlicher Arbeiten am Bahndamm bis Montag, den 7. September 2026, 4 Uhr, verlängert. Danach soll die Stresemannstraße immerhin mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung wieder befahrbar sein. Grund für die Verzögerung sind schwierige Untergrundverhältnisse, die den Austausch von deutlich mehr Bodenmaterial notwendig machen als erwartet. Rund 10.000 Tonnen zusätzliche Erde mussten über die Max-Brauer-Allee und die Kreuzung Sternbrücke abtransportiert werden, was die Asphaltarbeiten nach hinten verschiebt. Auch die Arbeiten an der Max-Brauer-Allee zwischen Schulterblatt und Sternbrücke ziehen sich länger hin; die Fertigstellung ist hier für die zweite Septemberhälfte vorgesehen. Kleinere Verkehrseinschränkungen, insbesondere für Pflasterarbeiten an den Nebenflächen und Gehwegen, werden sogar bis Ende Oktober anhalten.
Der Bahnverkehr über die neue Sternbrücke ist von diesen aktuellen Straßenverzögerungen nicht betroffen und soll wie geplant am 31. August 2026 frühmorgens wieder aufgenommen werden. Die S-Bahn und der Regional- sowie Fernverkehr waren jedoch zuvor von einer längeren Sperrung der Verbindungsbahn bis zum 30. August 2026 betroffen, da sich hier zusätzliche technische und bauliche Anforderungen sowie Abweichungen im Baugrund ergeben hatten. Die im Juli 2026 abgerissene fast 100 Jahre alte Sternbrücke wurde durch eine 108 Meter lange, stützenfreie Bogenbrücke ersetzt, deren spektakulärer Transport und Einbau bereits Ende Juli erfolgreich stattfanden.
Kommende Woche, ab dem 24. August 2026, startet zudem eine umfangreiche neue Großbaustelle am Schlump. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) wird umfangreiche Bauarbeiten auf der Straße Beim Schlump und in Teilen der Gustav-Falke-Straße beginnen. Ziel ist es, die marode Fahrbahn zu erneuern, den Radverkehr sicherer zu gestalten und den wichtigen Umstiegspunkt am U-Bahnhof Schlump barrierefrei auszubauen. Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sind voraussichtlich bis Mitte 2027 angesetzt.
Konkret bedeutet dies für den Bereich Schlump unter anderem die Einrichtung von drei neuen Haltekanten in Sägezahnausbildung an der Bushaltestelle Gustav-Falke-Straße, um den Bussen ein besseres Anfahren und Fahrgästen ein komfortableres Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Zudem wird die Straße in Richtung Süden leicht verbreitert. Bereits im Vorfeld sorgten die Bauarbeiten für Aufsehen, als im Juli eine mindestens achttägige Vollsperrung für die schwierige Suche nach einem Weltkriegsblindgänger in Höhe der Einmündung Ellenbogen notwendig wurde. Auch das Fällen von Bäumen für die Anpassung einer Mittelinsel hatte Anfang des Jahres für Diskussionen gesorgt.
Trotz der umfangreichen Maßnahmen bleibt die Befahrbarkeit für den Autoverkehr am Schlump grundsätzlich in beide Richtungen erhalten, wenngleich es abschnittsweise zu Einschränkungen kommt. Rad- und Fußverkehr werden je nach Bauphase über ausgeschilderte Umleitungen oder provisorische, barrierefreie Wege geleitet. Aktuelle Informationen zum öffentlichen Nahverkehr sind an den Haltestellen und auf der Website des HVV verfügbar. Hamburg bleibt somit weiterhin eine Stadt im Wandel, in der Bürger und Verkehrsteilnehmer Geduld für die Modernisierung der Infrastruktur aufbringen müssen.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)