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Hamburg trauert um die langjährige SPD-Politikerin Elisabeth Kiausch, die im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Kiausch, eine prägende Persönlichkeit der Hamburger Politik, schrieb Geschichte als die erste Frau, die an der Spitze eines bundesdeutschen Landesparlaments stand. Sie wurde am 19. Januar 1933 in Hamburg geboren und prägte die politische Landschaft der Hansestadt über Jahrzehnte hinweg.
Ihre politische Karriere begann früh; bereits 1951 trat sie im Alter von 18 Jahren der SPD bei. Von 1966 bis 1970 war sie zunächst Bezirksabgeordnete in der Bezirksversammlung Hamburg-Eimsbüttel, bevor sie 1970 in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt wurde. Der Bürgerschaft gehörte sie beeindruckende 34 Jahre lang an, bis zu ihrem Ausscheiden im Jahr 2004. Zwischen 1978 und 1987 war sie zudem Geschäftsführerin der SPD-Bürgerschaftsfraktion.
Elisabeth Kiausch bekleidete zweimal das Amt der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft: zuerst von Juni bis September 1987 und erneut von 1991 bis 1993. Mit ihrer ersten Amtszeit im Jahr 1987 wurde sie zur Pionierin als erste Frau an der Spitze eines deutschen Landesparlaments. Darüber hinaus war sie von 1987 bis 1988 Senatorin für Finanzen im Senat von Dohnanyi IV und damit die erste Frau, die die Hamburger Finanzbehörde leitete.
Während ihrer Zeit als Bürgerschaftspräsidentin setzte sich Kiausch unter anderem für die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg ein und initiierte das Planspiel „Jugend im Parlament“, um junge Menschen für Politik zu begeistern. Hamburger Politiker würdigten ihren Einsatz und ihr Vermächtnis. Hamburgs amtierende Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) betonte, Kiausch habe Geschichte geschrieben und viele Frauen dazu ermutigt, in die Politik zu gehen. Auch die SPD-Landeschefs Melanie Leonhard und Nils Weiland hoben hervor, dass Kiausch eine bedeutende Hamburgerin und Sozialdemokratin war, die die Stadt über viele Jahre mitgestaltet hat.
Zum Gedenken an Elisabeth Kiausch wird im Hamburger Rathaus von Montag bis Sonntag kommender Woche ein Kondolenzbuch ausliegen. Zudem wurde für Montag eine Trauerbeflaggung am Rathaus angeordnet. Hamburg verliert mit ihr eine leidenschaftliche Demokratin und inspirierende Persönlichkeit, die einen bleibenden Einfluss auf die politische Kultur der Stadt hinterlassen hat.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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