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Drogenhilfe Abrigado neben Schule: Harburg setzt Sicherheitsdienst ein

today19. August 2026 4

Hintergrund
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Die Situation um die Drogenhilfeeinrichtung Abrigado in Harburg sorgt weiterhin für Besorgnis, insbesondere aufgrund ihrer Nähe zu einer Schule. Das Bezirksamt hat nun reagiert und einen Sicherheitsdienst beauftragt, um die Lage zu entschärfen. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts, das vorgestellt wurde, nachdem jüngste Vorfälle die Debatte um den Standort am Schwarzenbergpark neu entfacht haben. Allein im Juni dieses Jahres kam es zu mehreren Schussabgaben im Umfeld der Einrichtung, wobei eine Person ins Bein geschossen und eine Bank nahe einer Schule getroffen wurde.

Die unmittelbare Nachbarschaft der Einrichtung zu gleich zwei Bildungseinrichtungen, der Schule am Teich (auch als Schule am Park bezeichnet) und dem Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum (ReBBZ), führt seit Langem zu wachsender Verunsicherung bei Eltern und Anwohnern. Eltern berichteten von Drogenkonsum im Umfeld der Schule, Vermüllung und Unsicherheitsgefühlen bei ihren Kindern auf dem Schulweg. Die Sorgen sind so groß, dass der Elternrat des ReBBZ eine Petition für eine sofortige Schließung und Verlegung des Abrigado startete und viele Eltern einen umgehenden Umzug der Einrichtung fordern.

Als Reaktion auf die zugespitzte Lage hat das Bezirksamt Harburg ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. Neben dem Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes, um die Klientel des Abrigados verstärkt zur Einrichtung und nicht zu den Schulen zu orientieren, wird auch die Polizeipräsenz in der Umgebung erhöht, insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten der Schüler. Zudem sollen die Öffnungszeiten des Abrigado angepasst werden, um Überschneidungen mit den Schulzeiten zu vermeiden, und die Straßensozialarbeit am Schwarzenbergpark wird mit drei zusätzlichen Vollzeitstellen verstärkt.

Die Drogenhilfeeinrichtung Abrigado, die bereits seit den 1980er oder 1990er Jahren an diesem Standort existiert, bietet als niedrigschwellige Kontakt- und Beratungsstelle mit integriertem Drogenkonsumraum eine wichtige soziale Funktion für schwerst suchtkranke Menschen in Harburg. Langfristig ist ein Umzug des Abrigado in einen Neubau an der Buxtehuder Straße für Ende 2028 geplant, wobei der neue Standort deutlich größer werden und auch Wohnungen für vordringlich Wohnungssuchende sowie Räumlichkeiten für die Harburger Tafel umfassen soll.

Diese lange Zeitspanne bis zum geplanten Umzug stößt jedoch auf scharfe Kritik von Eltern und der Hamburger Elternkammer, die eine deutlich schnellere Lösung oder eine Interimslösung fordern. Die Bezirksversammlung Harburg hat sich ebenfalls mit der angespannten Situation befasst und drängt darauf, den Umzug mit höchster Priorität voranzutreiben. Trotz rückläufiger Kriminalitätszahlen im Ortsteil, die einen direkten Zusammenhang zwischen Abrigado und steigender Drogenkriminalität statistisch nicht belegen, bleibt der Druck auf Politik und Behörden hoch, kurzfristig für mehr Sicherheit für die Kinder und Anwohner zu sorgen.

Symbolbild – Foto: Fionn Große / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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