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Die rund 60.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel dürfen sich über eine deutliche Lohnerhöhung freuen. Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband AGA auf einen Tarifabschluss geeinigt, der eine Steigerung von insgesamt fünf Prozent vorsieht. Dieser Abschluss, der am 11. August 2026 in der vierten Verhandlungsrunde erzielt wurde, bringt spürbare Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den rund 4.500 Hamburger Unternehmen der Branche.
Die Entgelterhöhung wird in zwei Stufen umgesetzt. Zunächst steigen die Löhne und Gehälter ab dem 1. August 2026 um 2,9 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent folgt dann ab dem 1. Mai 2027. Auch die Ausbildungsvergütungen erfahren eine Anpassung: Sie erhöhen sich ab dem 1. August 2026 um 40 Euro und ab dem 1. August 2027 um weitere 30 Euro, was einer Gesamtsteigerung von 70 Euro entspricht. Der ausgehandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und schafft damit Planungssicherheit für beide Seiten.
Die Tarifverhandlungen waren von Beginn an schwierig. Ver.di hatte ursprünglich eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro monatlich, sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Der Arbeitgeberverband AGA hielt dem entgegen, dass die wirtschaftliche Lage der Branche kaum Wachstum hergebe, und bot zunächst eine stufenweise Erhöhung von insgesamt 3,4 Prozent über 24 Monate an. Die dritte Verhandlungsrunde am 22. Juli 2026 endete noch ohne Ergebnis, woraufhin ver.di zu Warnstreiks aufrief.
Heike Lattekamp, die ver.di-Verhandlungsführerin für den Groß- und Außenhandel in Hamburg, betonte, dass die Verhandlungen hart gewesen seien, die Einigung jedoch durch die Bereitschaft der Beschäftigten, für ihre Forderungen einzustehen, erzielt werden konnte. Auch Jan Görbitz, Mitglied der ver.di-Tarifkommission, hob hervor, dass ohne den Druck aus den Betrieben dieses Ergebnis nicht möglich gewesen wäre. Michael Fink, der ehrenamtliche Verhandlungsführer des AGA, sprach ebenfalls von harten, aber zielgerichteten Verhandlungen und merkte an, dass der Abschluss die Unternehmen angesichts eines Marktumfelds mit kaum Wachstum viel koste. Der Hamburger Abschluss orientiert sich am bundesweit ersten Pilotabschluss, der zuvor im bayerischen Groß- und Außenhandel erzielt worden war.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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