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Nach einem Vorfall mit Regenbogenflaggen während des Christopher Street Days (CSD) in Hamburg hat die beauftragte Sicherheitsfirma der Europa Passage Fehler eingeräumt und sich hierfür entschuldigt. Mitarbeiter der Security hatten Besucher aufgefordert, ihre Pride-Flaggen abzulegen, obwohl für diese Symbole der queeren Community kein Verbot bestand.
Der Eklat ereignete sich am Rande der CSD-Parade an zwei Seiteneingängen der Europa Passage, wo Sicherheitskräfte mehreren Personen den Zutritt verwehrten oder sie zum Einrollen beziehungsweise Verbergen ihrer Regenbogenflaggen aufforderten. Als Begründung beriefen sich die Sicherheitsmitarbeiter auf das Hausrecht. Mehrere Betroffene riefen daraufhin die Polizei, die wiederholt eingreifen musste. Nach Erkenntnissen der Polizei änderte der Sicherheitsdienst sein Vorgehen erst nach den Interventionen der Beamten. Einige Besucher berichteten sogar von ausgesprochenen Hausverboten, nachdem sie sich geweigert hatten, ihre Flaggen abzunehmen.
Das Management der Europa Passage distanzierte sich umgehend von dem Vorgehen. Center-Manager Karsten Bärschneider erklärte, dass es keinerlei Anweisung seitens der Geschäftsleitung gegeben habe, Besucher aufgrund von Pride-Flaggen abzuweisen oder zum Entfernen der Fahnen aufzufordern. Er zeigte sich erschüttert und bedauerte die entstandenen Unannehmlichkeiten sowie den Eindruck, Menschen seien nicht willkommen. Dies widerspreche dem Selbstverständnis der Europa Passage als offenes, vielfältiges und diskriminierungsfreies Haus. Besonders irritierend wirkte der Vorfall, da am Gebäude der Europa Passage selbst Regenbogenflaggen gehisst waren.
In einer offiziellen Stellungnahme entschuldigte sich die Europa Passage bei der queeren Community und stellte klar: „Bei uns feiert ihr bunt. Regenbogenflaggen und Transparente sind bei eurem Besuch selbstverständlich erlaubt“. Die Vorkommnisse wurden als „Einzelfälle und offenbar um ein Missverständnis“ bezeichnet. Das Center-Management kündigte an, die Vorfälle gemeinsam mit dem externen Sicherheitsdienst detailliert zu prüfen und aufzuarbeiten. Zudem beabsichtigte Bärschneider, persönlich das Gespräch mit Vertretern des CSD Hamburg zu suchen, um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen.
Der Vorfall erregte besondere Aufmerksamkeit, da die Europa Passage zentral und in unmittelbarer Nähe zum CSD-Straßenfest am Jungfernstieg liegt. Der diesjährige CSD in Hamburg verzeichnete eine Rekordbeteiligung von rund 300.000 Menschen, die mit ihren bunten Flaggen für Sichtbarkeit und Akzeptanz demonstrierten. Das Vorgehen der Security stand im krassen Gegensatz zur friedlichen und vielfältigen Atmosphäre der Großveranstaltung.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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