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RADIO REEPERBAHN Hamburg
Die Hamburger CDU hat erneut die exorbitant hohen Mietkosten für bedürftige Menschen im Mundsburg Tower scharf kritisiert. Laut der Partei zahlt die Stadt monatlich 8.500 Euro für Wohnungen, die Geflüchteten und Obdachlosen zur Verfügung gestellt werden, während private Mieter für vergleichbare Wohnungen lediglich 1.550 Euro entrichten. Diese massive Diskrepanz ruft seit Längerem politische Empörung hervor und wirft Fragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit städtischer Unterbringungskonzepte auf.
Bereits im Jahr 2022 stand die Unterbringung im Mundsburg Tower im Fokus öffentlicher Kritik. Damals mietete die Stadt Hamburg rund 60 Wohnungen von der Home United Spaces GmbH, um ukrainische Schutzsuchende unterzubringen. Berichte zeigten, dass die Stadt für einzelne Wohnungen bis zu 5.400 Euro pro Monat zahlte oder eine Pauschale von 30 Euro pro Person und Tag anfiel, was bei einer Belegung mit vier Personen 3.600 Euro monatlich für eine Unterkunft bedeutete. Diese hohen Summen führten zu Vorwürfen des „Mietwuchers“, insbesondere vonseiten der Linksfraktion in der Bürgerschaft.
Als Reaktion auf die anhaltende Kritik und die hohen Mietzahlungen erwarb das städtische Sozialunternehmen „Fördern & Wohnen“ (F&W) im Januar 2023 einen der drei Mundsburg Tower. Ziel war es, 133 Wohnungen sowie Gewerbeflächen in öffentliche Hand zu bringen, um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Menschen mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt eine Perspektive zu bieten. Mit dem Kauf sollten künftig überhöhte Mietzahlungen vermieden und ins Stocken geratene Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen werden.
Trotz des Eigentümerwechsels und der Übernahme durch F&W halten die hohen Kosten an und sind weiter gestiegen. Eine Kleine Anfrage der AfD vom Mai 2026 offenbarte, dass die Kosten pro untergebrachtem Asylbewerber im Mundsburg Tower von 1.600 Euro im Jahr 2023 auf 1.979 Euro im Jahr 2025 angestiegen sind – eine Zunahme von 27 Prozent. Die Gesamtkosten für den von F&W betriebenen Standort erhöhten sich demnach von 6,5 Millionen auf 7,9 Millionen Euro, wobei sich die Defizite verdoppelten, obwohl die Belegung rückläufig war. Zudem fehle auch drei Jahre nach dem Erwerb noch immer ein vollständiges Sanierungskonzept.
Die Situation im Mundsburg Tower spiegelt eine breitere Herausforderung für die Hansestadt wider. Hamburg hat zwischen 2022 und 2025 insgesamt rund 592,8 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylbewerbern in Hotels und anderen Einrichtungen ausgegeben, wobei die Kosten im Jahr 2024 mit 190 Millionen Euro ihren Höhepunkt erreichten. Im September 2025 wurden die Gebühren für öffentlich-rechtliche Unterbringungen generell von 850 Euro auf 889 Euro pro Person und Monat angehoben, um gestiegenen Kosten, etwa für Zinsen, Energie und Personal, gerecht zu werden. Diese Entwicklungen unterstreichen die anhaltende finanzielle Belastung für die Stadt und die Steuerzahler angesichts der steigenden Kosten für die Unterbringung Bedürftiger.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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