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Erhöhte Ertrinkungsgefahr: DLRG verzeichnet bis Ende Juli bundesweit mehr Ertrinkungsopfer, wobei in Hamburg die Opfer ausschließlich männlich waren und die Hälfte der Verunglückten unter 30 Jahre alt war. Diese alarmierende Bilanz unterstreicht die dringende Notwendigkeit erhöhter Vorsicht beim Baden und Schwimmen in den kommenden Wochen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) meldete bundesweit bis Ende Juli mindestens 261 Ertrunkene, was einen Anstieg von 15 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders die Sommermonate von Mai bis Juli zeigten einen deutlichen Anstieg der tödlichen Unfälle, mit 189 Todesfällen in diesem Zeitraum allein – die höchste Zahl seit 2019. Allein im Juni 2026 ertranken 101 Menschen in Deutschland, eine Zahl, die zuletzt im Hitzesommer 2003 erreicht wurde.
Die DLRG zeigt sich besonders besorgt über die Entwicklung bei jungen Menschen. Die Zahl der tödlichen Unglücke unter 11- bis 30-Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 49 auf 75 gestiegen. Erschreckende 95 Prozent dieser jungen Verunglückten waren männlich. Häufige Ursachen für diese Unfälle sind laut DLRG leichtsinniges Verhalten, das Überschätzen eigener Fähigkeiten, Mutproben und das Ignorieren von Risiken, oft in Verbindung mit Alkohol oder Drogen. Viele der Opfer in dieser Altersgruppe konnten den Angaben zufolge nicht oder kaum schwimmen.
Aber auch Senioren sind besonders gefährdet. Mehr als jedes vierte Unfallopfer bekannten Alters, nämlich 59 Personen, war älter als 70 Jahre, was einen Anstieg von 11 Fällen bedeutet. Die Ursachen für Ertrinkungsunfälle bei älteren Menschen liegen häufig in Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ein schneller Sprung in kühles Wasser bei Hitze kann für den Körper anstrengend sein und im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps oder Herzstillstand auslösen. Die DLRG rät Senioren daher dringend, vor dem Schwimmen in offenen Gewässern ärztlichen Rat einzuholen.
Rund 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in frei zugänglichen Binnengewässern wie Seen, Teichen, Flüssen und Bächen, wo zumeist keine Rettungskräfte schnell eingreifen können. In Hamburg sind seit Jahresbeginn sechs Menschen bei Badeunfällen ertrunken. Ende Juni wurde beispielsweise ein 22-Jähriger in der Elbe von der Strömung erfasst und ging unter, nachdem er mit Freunden am Strandweg in Blankenese ins Wasser gegangen war. Die DLRG appelliert daher verstärkt an die Bevölkerung, die Baderegeln zu beachten und sich der Gefahren im und am Wasser bewusst zu sein.
Die DLRG fordert zudem mehr Investitionen in die Schwimmausbildung, da weiterhin zu viele Kinder die Grundschule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können. Ein sicheres Schwimmabzeichen, wie das Bronze-Abzeichen, ist die beste Prävention gegen das Ertrinken. Darüber hinaus ist eine erhöhte Aufmerksamkeit aller Badegäste entscheidend. Eltern sollten ihre Kinder im Wasser stets im Blick behalten und Ablenkungen, wie durch das Smartphone, vermeiden. Es gibt keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren, betont DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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