Hamburg Update

Bund investiert 53 Millionen Euro in Hamburger Kitas

today6. August 2026

Hintergrund
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Der Bund stellt Hamburg 53 Millionen Euro für den Neubau und die Sanierung von Kitas zur Verfügung. Diese Finanzhilfen stammen aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) und sind Teil einer umfassenderen Investitionsoffensive des Bundes für die Kindertagesbetreuung sowie die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur in den Ländern. Die Mittel sollen über ein Auswahlverfahren verteilt werden.

Das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) wurde rückwirkend zum 1. Januar 2025 eingerichtet und umfasst insgesamt 500 Milliarden Euro für Investitionen über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Davon stellt der Bund den Ländern für die Jahre 2026 bis 2029 insgesamt vier Milliarden Euro für die Kindertagesbetreuung und die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur bereit. Die im Juli 2026 zwischen Bund und Ländern unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung, die die Auszahlung der Bundesmittel regelt, ist rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Ziel des Bundesprogramms ist es, mehr Plätze, eine bessere Ausstattung und moderne Einrichtungen zu schaffen, insbesondere dort, wo der Bedarf am größten ist.

Für Hamburg sind die 53 Millionen Euro speziell für Investitionen in die Kindertagesbetreuung vorgesehen, wobei der Fokus auf der Sanierung und dem Ersatzbau von Kita-Gebäuden am bisherigen Standort liegt. Damit sollen bestehende Betreuungsplätze langfristig gesichert und die Einrichtungen an aktuelle energetische Anforderungen angepasst werden. Die Verteilung der Mittel in Hamburg wird ab April 2027 jährlich durch ein Auswahlverfahren erfolgen, bei dem die Anträge der Kita-Träger geprüft werden.

Im Auswahlverfahren wird ein besonderer fachlicher Schwerpunkt auf die Stärkung von Teilhabe und Chancengerechtigkeit gelegt. Daher sollen Kitas vorrangig berücksichtigt werden, die am Programm „Kita-Plus“ teilnehmen oder Kinder mit Eingliederungshilfebedarf betreuen. Zudem spielt die energetische Situation der Kita-Gebäude eine Rolle: Einrichtungen mit höheren Treibhausgasemissionen sollen bevorzugt modernisiert werden, um einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Hamburgs Familiensenatorin Ksenija Bekeris betonte, dass diese Bundesmittel die Grundlage schaffen, dringend notwendige Investitionen in die Kita-Infrastruktur trotz angespannter Haushaltslagen voranzutreiben.

Diese Bundesförderung ergänzt Hamburgs eigene Anstrengungen im Bereich der Kindertagesbetreuung. Die Hansestadt hat in den vergangenen Jahren konsequent in den quantitativen Ausbau von Kita-Plätzen und in die Qualität investiert, unter anderem durch die Erhöhung der Fachkraft-Kind-Relation. Trotz dieser Bemühungen besteht in Hamburg weiterhin eine hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Das Programm „Kita-Plus“, das besonders Kitas in herausfordernden Lagen zusätzlich fördert, wird seit 2024 mit 30 Millionen Euro jährlich aus Landesmitteln finanziert, nachdem die Bundesförderung für „Sprach-Kitas“ ausgelaufen war.

Symbolbild – Foto: Frank Rietsch / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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