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Der Bau der neuen Sternbrücke in Hamburg schreitet mit großen Schritten voran: In einer bemerkenswerten logistischen Leistung wurde das dritte Bauwerk der Sternbrücke in Altona an seinen Bestimmungsort gebracht. Die Installation des rund 3.700 Tonnen schweren Kolosses, der eine Länge von 108 Metern und eine Breite von 21 Metern misst, konnte in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli erfolgreich abgeschlossen werden. Bereits 1893 und 1926 galten die Vorgängerbrücken als technische Glanzleistung, die nun in ihrer neuesten Version die Stadt prägen wird.
Der spektakuläre Transport der Bogenbrücke erfolgte auf einem Spezialfahrzeug mit insgesamt 1.088 Rädern, sogenannten Self-Propelled Modular Transportern (SPMTs), umgangssprachlich auch „Tausendfüßler“ genannt. Die neue Sternbrücke legte dabei eine Strecke von etwa 500 Metern von ihrem Montageplatz über die Max-Brauer-Allee bis zur Stresemannstraße mit einer Maximalgeschwindigkeit von einem Kilometer pro Stunde zurück. Die millimetergenaue Positionierung des über 20 Meter hohen Bauwerks auf den neuen Widerlagern wurde von Projektleiterin Janna Widmaier als „unglaublich“ und erfolgreich bezeichnet, während Verkehrssenator Anjes Tjarks von einer „technischen Meisterleistung“ sprach. Die Vorgängerbrücke aus dem Jahr 1926, die denkmalgeschützt war, musste im Juli 2026 aufgrund ihres baulichen Zustands und für eine stützenfreie Konstruktion weichen.
Nach dem erfolgreichen Einhub stehen nun die finalen Arbeiten an. Dazu gehören die Prüfung der Fundamente, der Betonverguss, Korrosionsschutzmaßnahmen sowie der Gleisbau und die Installation der Oberleitungen. Ziel ist die Freigabe für den Regelfahrbetrieb am 31. August, ab dem täglich rund 1.000 Fern-, Regional- und S-Bahnen die neue Sternbrücke nutzen sollen. Die Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee bleibt für den motorisierten Verkehr noch bis zum 31. August voll gesperrt, mit Umleitungen für Buslinien und Ersatzverkehren im S-Bahn- und Regionalverkehr. Das Gesamtprojekt soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Die neue Sternbrücke verspricht nicht nur einen leistungsfähigeren und zuverlässigeren Bahnverkehr, sondern soll auch die Verkehrssituation unterhalb der Brücke erheblich verbessern. Die stützenfreie Konstruktion beseitigt einen bisherigen Flaschenhals und eine Unfallhäufungsstelle und schafft mehr Raum und Sicherheit für Fußgänger, Radfahrer und den Busverkehr. Trotz anfänglicher Bedenken einiger Anwohner bezüglich der Dimensionen des neuen Bauwerks verfolgten Tausende Hamburger den Transport live und feierten ihn mit Volksfeststimmung. Die Unterseite der Brücke ist zudem mit Hunderten von LEDs ausgestattet, die nicht nur für ein dynamisches Farbspiel sorgen, sondern auch die Sicht für Verkehrsteilnehmer verbessern sollen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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