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Im Hamburger Stadtgebiet sind aktuell Badeverbote für den Öjendorfer See und den Eichbaumsee in Kraft getreten. Grund dafür ist eine starke Ausbreitung von Blaualgen, auch bekannt als Cyanobakterien, die eine Gesundheitsgefahr für Badegäste darstellen. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat das Badeverbot für den Öjendorfer See verhängt, nachdem bei einer Wasseruntersuchung am 4. August eine hohe Algenkonzentration festgestellt wurde. Bereits am Dienstag musste auch der Eichbaumsee aufgrund der Algenbelastung gesperrt werden.
Für den Öjendorfer See, der sowohl an seinen Nord- als auch Südbadestellen betroffen ist, gilt das Badeverbot bis auf Weiteres. Die Sperrung kommt nicht überraschend, da der beliebte Badesee in den vergangenen Jahren im Hochsommer immer wieder wegen erhöhter Blaualgenwerte zeitweise geschlossen werden musste. Hohe Temperaturen und viel Sonnenschein schaffen ideale Bedingungen für die rasche Vermehrung dieser Cyanobakterien.
Auch der Eichbaumsee, im Bezirk Bergedorf gelegen, ist von der Problematik betroffen. Das Bezirksamt Bergedorf hatte das Badeverbot für die Badestelle Ost des Eichbaumsees am Dienstag, den 4. August 2026, ausgesprochen. Eine Cyanobakterien-Chlorophyllkonzentration von 28,9 μg/l wurde gemessen, womit der Wert die zweite Warnstufe des Umweltbundesamtes (24 μg/l) überschritten hat. Die Badestelle Nord des Eichbaumsees bleibt ebenfalls gesperrt. Der See ist bekannt dafür, im Sommer häufiger von einer massenhaften Bildung potenziell giftiger Blaualgen betroffen zu sein.
Die von den Blaualgen gebildeten Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine, können verschiedene gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Dazu zählen Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen sowie allergische Reaktionen. Wer belastetes Wasser verschluckt, riskiert zudem Übelkeit und Erbrechen. Die Giftstoffe sind auch für Tiere wie Hunde, Vögel und Fische gefährlich, bei denen akute Leberschäden dokumentiert wurden.
Die Umweltbehörde warnt dringend davor, den Kontakt zu Algenteppichen zu suchen. Als Faustregel gilt: Sollten Badegäste ihre Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sehen können, sollte auf das Baden verzichtet werden. Insbesondere spielende Kinder sollten nicht mit dem Wasser und Ufersaum in Berührung kommen, und auch Haustiere sollten von den betroffenen Gewässern ferngehalten werden. Die Wasserqualität der Hamburger Badegewässer wird während der Badesaison regelmäßig vom Institut für Hygiene und Umwelt überprüft, und die zuständigen Bezirksämter entscheiden bei kritischen Werten über notwendige Maßnahmen wie Badeverbote. Am Allermöher See wird aktuell ebenfalls eine erhöhte Konzentration von Blaualgen festgestellt, dort besteht jedoch noch kein Badeverbot, wenngleich zur Vorsicht geraten wird.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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